80% der Arbeitslosen auf den Kanaren bleiben ihrer Gemeinde treu

Anders ausgedrückt: Nur 20% der Arbeitslosen auf den Kanaren sind mobil und ziehen für einen Arbeitsplatz von ihrer Gemeinde fort. Sie bleiben also nicht nur ihrer Provinz sowie insgesamt der Autonomen Gemeinschaft, sondern auch ihrem Rathaus als Wähler erhalten. Seit Beginn der Krise sind sie ihrem Wohnort sogar noch treuer geblieben als vorher, wie gestern in der „La Provincia“ stand.

Dabei ist der Leidensdruck hier keineswegs gesunken, denn die Arbeitslosenquote auf den Kanaren, bestehend aus den beiden Provinzen Las Palmas und Santa Cruz de Tenerife, beträgt seit einigen Jahren rund 30% (zur Zeit 33%).

In den weiteren Autonomen Gemeinschaften Spaniens zeichnet sich ein ganz ähnlicher Trend ab: Insgesamt ist die Mobilitätsrate Arbeitsloser im Süden des Landes, also dort, wo die Arbeitslosenquote tendenziell am höchsten ist, am geringsten: Andalusien (12,4%), Extremadura (12,6%), Murcia (14,2%). Am höchten ist sie in Navarra, Katalonien und Kantabrien.

Die aktuellen statistischen Erhebungen, auf die sich der Zeitungsartikel der La Provincia bezog, ergaben u.a., dass die Mobilitätsrate mit zunehmendem Bildungsabschluss steigt, was wenig überrascht. Als weitere Begründung geringer Mobilität wurden familiäre Verpflichtungen genannt.