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Lanzarote-Nachrichten, Archiv August 2006
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31.8.06 Erneut Fahrzeuge ausgebrannt
Vor wenigen Tagen sind in Arrecife 10 Busse und 6 Kleinbusse ausgebrannt, heute waren es 6 PKW in Playa Blanca. Auch in diesem Fall muss die Brandursache noch ermittelt werden.
Sowohl bei den Bussen als auch bei den PKW handelt es sich um Fahrzeuge, die bereits ausgemustert und kurz vor der Verschrottung waren.
Quelle
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30.8.06 30.8.06 Strom- und Wasserversorgung einiger Ortschaften im Süden unterbrochen
Heute fiel um 11:28 Uhr in allen Ortschaften, die am Femés-Stromnetz angeschlossen sind, der Strom aus. Die Meerwasserentsalzungsanlage Richtung Playa Blanca war ebenfalls betroffen, was wiederum die Wasserversorgung beeinträchtigte.
Während der Wasserversorger INALSA den Energieversorger Unelco für den Stromausfall verantwortlich macht und sich darüber beschwert hat, dass die Stromversorgung ohne Vorankündigung unterbrochen wurde, schiebt die Unelco der INALSA die Schuld in die Schuhe: Ein Defekt in der Transformatorenstation der Meerwasserentsalzungsanlage sei die Ursache gewesen.
Mittlerweile brennt überall wieder das Licht; und Wasser gibt es auch wieder, wie hier zu lesen ist.
Versorgungslücken sowohl beim Strom als auch beim Wasser gibt es zur Zeit sehr häufig; und es gehört schon beinahe zur Insel-Tagesordnung, dass der schwarze Peter dem jeweils anderen Versorger zugeschoben wird.
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29.8.06 Mancha Blanca: Deutschland zu Gast beim traditionellen Fest
Am 15. September findet in Mancha Blanca die größte Wallfahrt der Insel statt. Zu Ehren der „Nuestra Señora de Los Dolores“, der Jungfrau der Schmerzen, die einst den Ort vor der Lava gerettet haben soll, pilgern die mehr sowie weniger Gläubigen aus allen Dörfern zum heiligen Ort des damaligen Wunders bzw. zur Ermita. Das bunte Rahmenprogramm lässt allerdings keine noch so kleine Andacht mehr zu…
Hier ist zu lesen, dass bereits ab 13.9. ein Kunsthandwerkermarkt stattfindet. An über 100 Ständen wird 5 Tage lang Handgefertigtes zum Kauf angeboten. Und dieses Jahr ist Deutschland zu Gast mit Porzellan- und Holzarbeiten aus Süddeutschland.
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28.8.06 San Bartolomé demnächst mit Namenszusatz?
Im September wird es die erste Volksabstimmung auf den Kanaren geben: Die Einwohner des Municipio de San Bartolomé sind dazu aufgerufen worden, am 24.9. abzustimmen, ob „San Bartolomé“ demnächst „San Bartolomé de Ajei“ heißen soll. Der Namenszusatz soll an die ursprüngliche, vorhispanische Historie erinnern und die kanarischen Wurzeln und Traditionen im Bewusstsein halten.
Historiker, Linguisten und Anthropologen haben sich auf vorhispanische Spurensuche begeben, um die Ursprünge des Namens, der Bestandteil der Legende von San Bartolomé ist, zu ergründen. Der Name tauchte zunächst in den Abwandlungen “Gey”, “Hey”, “Ajey” oder “Breñas de Ajei” im Zusammenhang mit einer Ansiedlung im Bereich des heutigen San Bartolomé auf; und seit 1548 findet sich auch der Name „Ajei“ in Dokumenten. Allerdings konnte bislang weder rekonstruiert werden, ob es sich um einen neueren Namen der ursprünglichen Ansiedlung, die Bezeichnung lediglich eines Ortsteils oder gar eines Weilers außerhalb handelt, noch konnte herausgefunden werden, wo genau sich diese Ansiedlung befand.
Bei der Diskussion, ob Aje“i“ mit dem lateinischen „i“ oder mit „y“ geschrieben werden soll, lassen sich beide Varianten rechtfertigen: Die Linguisten geben dem „y“ den Vorzug, nicht zuletzt auch, um dem Einfluss der Berber auf die kanarische Sprache Rechnung zu tragen. Das „i“ sei jedoch in Wappen und auch in anderen Zusammenhängen zu finden, weshalb man sich auf diese Schreibweise geeinigt habe.
Mit „i“ oder „y“, das interessiert nur die Befürworter des Namenszusatzes. Es gibt viele Stimmen, die das Vorhaben für überflüssig halten. Wie viele, wird sich zeigen.
Denn eines hat die Diskussion auf jeden Fall gebracht: Die aller erste Volksabstimmung auf den Kanaren.
Quelle
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26.8.06 Arrecife und der Schutzpatron San Ginés
Der Heilige Ginés sorgte gestern dafür, dass alle Geschäfte in der „Hauptstadt“ geschlossen waren. Schließlich stand er im Mittelpunkt des Geschehens - mit Prozession und einem riesigen Veranstaltungsprogramm einschließlich eines bombastischen Feuerwerks mit allem Pipapo.
Und deshalb ging die Nachricht ein wenig unter, dass derweil in Ikea-Nähe in einem Busdepot 10 Groß- und 4 Kleinbusse ausgebrannt sind. Nach den Ursachen wird noch geforscht.
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25.8.06 Lanzarote-Wein auf Mainzer Weinfest
Lanzarote „droht“ auch in diesem Jahr eine Weinschwemme. Im vergangenen Jahr standen Weinbauern, Winzer und Behörden ganz hilflos vor den vergammelnden Traubenbergen. Dieses Trauerspiel sollte sich nicht wiederholen, weshalb die diesjährige Ernte mit großer Promotion vermarktet werden soll; auch außerhalb des Archipels, so die Ankündigung. Und tatsächlich war heute hier ein Ergebnis des international ausgerichteten Werbefeldzugs zu lesen: Lanzarote zeigt auf dem in diesen Tagen stattfindenden Mainzer Weinfest Flagge! Weine von 4 ausgewählten Bodegas werden an einem Lanzarote-Stand ausgeschenkt. Natürlich soll es dabei nicht nur um die Vermarktung des Weines, sondern auch der Insel gehen. Ein Preisausschreiben in einer Tageszeitung wird es als flankierende Werbemaßnahme ebenfalls geben. Hauptgewinn: Eine 14tägige Reise nach Lanzarote für 2 Personen im Wert von 6.000,- Euro. Hotel, Mietwagen und Golfkurs inklusive. Die Sponsoren des Preisausschreibens sind der Touristikverband AETUR und der Golfplatz von Costa Teguise.
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24.8.06 Wasserqualität am Famara-Strand nicht mehr auf hohem Niveau
Die diesjährigen Messungen der Wasserqualität am Famara-Strand ergaben - im Gegensatz zu den Vorjahren - nur Werte im Mittelbereich. Laut Auskunft des Rathauses von Teguise ist das auch darauf zurück zu führen, dass die Bauarbeiten für ein Abwassernetz bislang noch nicht abgeschlossen worden seien und dass an jenen Abschnitten, die bereits fertig gestellt seien, viele Häuser noch gar keinen Anschluss hätten. Man werde nun Kontakt zu den Hauseigentümern aufnehmen und sie nachdrücklich bitten, ihre Häuser ans Abwassernetz anschließen zu lassen.
Auf Lanzarote verfügt lediglich der Charco de San Ginés über eine zum Baden zu geringe Wasserqualität.
Quelle
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24.8.2006 Ausbau und Modernisierung des ‚Hospital General’ gehen voran
Wenn alle Arbeiten abgeschlossen worden sind, wurden insgesamt knapp 64 Millionen Euro investiert in die Erweiterung des Hospital General um über 3000 m² sowie in die Moderniesung bestehender Gebäudeteile.
Der Neubau für ambulante Behandlungen mit 25 Sprechzimmern, einem Gipsraum, einem allgemeinen sowie einem augenärztlichen Behandlungsraum wird bald fertig gestellt sein.
Erweitert werden der notfallmedizinsche und der röntgendiagnostische Bereich, es wird einen neuen Aufnahme-, Geburts- sowie allgemeinmedizinischen Bereich geben, die Kreißsäle werden vergrößert und modernisiert, es wird einen neuen Aufnahmebereich geben und viele bestehende Stationen werden renoviert und modernisiert. Küche und Waschküche kommen in ein neues, separates Gebäude.
In diesem Artikel stehen Details zum Ausbau der einzelnen Bereiche und Stationen.
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22.8.06 Einbruch im Supermarkt Vivó
Nachdem am vergangenen Sonntag um 7:00 Uhr ein Alarm bei der Polizei einging, rückte diese sofort aus zum Vivó. Als die Polizisten eintrafen, waren die Einbrecher bereits auf und davon mitsamt ihrer Beute: Die gesamten Samstageinnahmen, einige Geschäftscomputer sowie andere Wertgegenstände. Nach erster Schätzung beträgt der Schaden ca. 60.000,- bis 70.000,- Euro.
Es wird vermutet, dass es sich um 3-4 Profis handelte, die mehrere Stunden lang ganze Arbeit geleistet haben: Zunächst wurde als Einstieg ein Loch ins Dach des Raumes gebrochen, in dem sich der Tresor befindet, sodann wurden mit großem Geschick die Alarmsysteme ausgeschaltet, bevor schließlich der Tresor geknackt wurde.
Quelle
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21.8.06 Analphabetismus auf den Kanaren
Ca. 2,8% der über 16jährigen Kanaren können weder lesen noch schreiben (Frauen 3,6%, Männer 1,9%). In der Altersgruppe der über 65Jährigen ist die Analphabetenquote am höchsten; und die der Frauen ist dort sogar doppelt so hoch wie die der Männer. Mit sinkendem Alter steigt die Alphabetisierung; und der Anteil der Frauen gleicht sich immer mehr demjenigen der Männer an.
Schlusslicht bei der Alphabetisierung ist La Gomera: dort können 6,3% der kanarischen Einwohner (> 16 Jahre) weder lesen noch schreiben, im Gegensatz zu Fuerteventura mit der geringsten Quote von 1,5%. Auf den anderen Inseln liegt die Quote bei +/- 2,9%.
In dieser Quelle gibt es auch noch Zahlen zu den Bildungsabschlüssen der kanarischen Bevölkerung.
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21.8.06 Lanzarote wird überrollt
1993 hatte Lanzarote 72.000 Einwohner, und 46.768 Fahrzeuge waren zugelassen. Zur Zeit werden 125.000 Einwohner und 95.987 Fahrzeuge gezählt.
Anders ausgedrückt gibt es hier 112 Fahrzeuge pro km², was doppelt so hoch ist wie im nationalen Vergleich, aber immerhin noch niedriger ist als der kanarische Durchschnittswert von 176 Fahrzeugen pro km².
Von den 95.987 Fahrzeugen sind 23.500 Lieferwagen und LKW sowie 315 Busse.
Die Strecke Arrecife-Tahiche ist mit 20.000 Fahrzeugen täglich eine der am meisten befahrenen Straßen, weshalb sie auf jeweils 2 Spuren pro Richtung ausgebaut wird, so wie auch die Circunvalación – die Ausschreibung wird Anfang 2007 stattfinden.
Quelle
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20.8.06 Detailliertere Informationen über die Ausgaben der Touristen und die Mittelverwendung
Heute wurden hier folgende, von Istac (Instituto Canario de Estadística) ermittelten Werte – die sich allerdings auf die gesamten Kanaren beziehen – veröffentlicht:
Gesamtausgaben in 2005 (2003) pro Urlauber und Tag in Euro: 101,96 (103,35), wovon 40,09 (37,83) auf der Urlaubsinsel ausgegeben werden und 61,87 (65,62) erst gar nicht auf die Insel „gelangen“.
Vor-Ort-Ausgaben in 2005: Nahrungsmittel: 17,28 - davon 12,09 in Restaurants und 5,19 in Geschäften und Supermärkten Mietwagen: 2,51 Organisierte Touren: 2,12 Freizeit/Hobby: 1,83 Disco: 1,76 Öffentliche Transportmittel: 0,93
Wofür der Rest der 40,09 Euro - also 13,50 ausgegeben wurden, steht dort leider nicht. Wieviel wird z.B. für Souvenirs, für Schuhe & Bekleidung, für Parfüm- und Elektroartikel ausgegeben?
Zur durchschnittlichen Aufenthaltsdauer der Feriengäste gibt es Angaben: Diese betrug 9,83 Tage (in 2003: 10,44 Tage).
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19.8.06 Norden von Lanzarote: Engpässe bei der Wasserversorgung
Bei Baggerarbeiten wurde gestern die Starkstromleitung der Wasserpumpstation beschädigt, was zu einem Ausfall der Wasserpumpen und zur Unterbrechung der Wasserversorgung im Inselnorden führte. Ab heute soll alles wieder funktionieren, steht hier. Hoffen wir’s!
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17.8.06 La Graciosa: ab September keine fahrzeugfreie Insel mehr
Auf der Grundlage von Sondergenehmigungen werden ab September einige Fahrzeuge zur Personen- und Güterbeförderung auf La Graciosa zugelassen. Bislang bestand die „Fahrzeugflotte“ auf der Insel ausschließlich aus Feuerwehr-, Rettungs- und Polizeiwagen. Wer beim Fahren ohne Genehmigung erwischt wird, muss mit einer Strafe von 90,- bis 1.500,- Euro rechnen.
Quelle
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16.8.06 Puerto del Carmen: Aufmöbelung diverser Hotels
An vielen Anlagen in Puerto del Carmen hat der Zahn der Zeit genagt, und so manche Unterkunft ist aufgrund des starken Sanierungsstaus kaum noch marktfähig.
Große Investitionen sind erforderlich, um den Anforderungen der Gäste sowie den aktuellen Sicherheitsstandards gerecht zu werden. So manch ein Hotelbetreiber hat erkannt, dass ohne aufwändige Sanierungen keine Geschäfte mehr zu machen sind, und immerhin werden bzw. wurden in jüngster Zeit insgesamt ca. 8000 Hotelplätze sowohl technisch als auch optisch auf den neuesten Stand gebracht.
Zu den 8000 Hotelplätzen, die aufgemöbelt werden bzw. bereits wurden, zählen u.a.:
- das 5-Sterne-Hotel San Antonio - die Apartments MorroMar - der Playa Club - das Nordhotel - die Apartamentos Fariones - das Hotel Rocas Verdes
Das „Las Costas“ wird zur Zeit zu einem 4-Sterne-Hotel umgebaut; und der Umbau der „Apartamentos La Perla“ erfolgt demnächst.
Laut Tourismusverband Asolan soll durch die Sanierungen insbesondere die Stammkundschaft bei der Stange gehalten werden, da das Geschäft mit Neukunden schwierig geworden sei.
Aber auch außerhalb der Hotel- und Apartmentanlagen soll einiges getan werden. Zumindest steht schon einmal auf dem Ideenzettel des Ayuntamiento von Tías, die Abschnitte um die „Calle Italia“ und „Calle Timanfaya“ (zwischen den Hotels San Antonio und Fariones) einem Lifting zu unterziehen, den Verkehr der Avenida de las Playas zu beruhigen sowie weitere Verbesserungsmaßnahmen durchzuführen wie das Erneuern von Straßenlaternen, das Aufstellen zusätzlicher Papierkörbe und das Erneuern von Straßenbelägen.
Quelle
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14.8.06: Gestern und heute sind insgesamt 3 Flüchtlingsboote angekommen
Am frühen Sonntagmorgen sind 2 Boote – eines mit 20, das andere mit 12 Marokkanern an Bord – in Arrecife angekommen. Die Boote waren vor der Küste Lanzarotes entdeckt worden.
Heute in der Früh ist ein Boot ganz in der Nähe des Campingplatzes an den Papagayo-Stränden angekommen. Alle Insassen (ca. 15) sind noch flüchtig.
Quelle 1 Quelle 2
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12.8.06: Illegaler Fischfang: Stellungnahme des Fischereirates
Der im letzten Artikel scharf attackierte Fischereirat Marcos Paéz hat Stellung zu den Vorwürfen genommen und gibt an, dass die neulich von der Guardia Civil auf Initiative der Umweltschützer von WWF/Adena gefilzten Fischer sehr wohl über die erforderlichen Dokumente verfügten, und dass es die Naturschützer und die Guardia Civil seien, die keine Ahnung von den gesetzlichen Regelungen hätten, ganz im Gegensatz auch zu der auf La Graciosa stationierten Fischerei-Aufsicht. Er erläuterte, dass diejenigen Fischer, die noch keine offizielle Genehmigung vorweisen konnten, diese jedoch bereits im Februar beantragt hätten und dies auch belegen könnten. Die Fischer könnten schließlich nichts dafür, dass die Bearbeitung so lange dauere bzw. im administrativen Tiefschlaf des Cabildos versunken sei. Er fügte noch hinzu, dass die Anzeigen aus den Wänden des eigenen Cabildos gekommen seien und dass es dort immer dieselben Personen seien, die bei der Guardia Civil um Hilfe rufen würden.
Quelle
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12.8.06: Illegaler Fischfang in Meeresreservaten
Immer wieder werden sie gesichtet: die illegalen Fischer, die von kleinen Booten aus ihre Netze auswerfen; und zwar ausgerechnet in Meeresreservaten wie z.B. den Gewässern vor Alegranza. Mittlerweile werden diese Fischer zwar immer häufiger von aufmerksamen Beobachtern angezeigt, dies habe jedoch, wie ein Mitarbeiter der Umweltstiftung WWF/Adena berichtet, kaum Konsequenzen, weshalb sie immer wieder dort aufkreuzen würden. Aber besonders schlimm in diesem Zusammenhang sei, so WWF/Adena, dass der Fischereirat der Insel, Marcos Paéz , illegalen Fischfang auch noch in Schutz nehmen würde, dabei seien diese Schutzzonen für den Erhalt sowohl der Fischbestände als auch der Artenvielfalt von höchster Bedeutung. Adena werde sich nun an höhere Behörden wenden mit dem Ziel, den illegalen Fischfang zu stoppen.
Quelle
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11.8.06: Haría: Zweite Phase des „Wolkenfänger-Projektes“ zur Wassergewinnung startet heute
Der Generaldirektor des Ressorts Wasser der kanarischen Regierung, Orlando Umpiérrez, wird heute zum Start der 2. Phase des „Wolkenfänger-Projektes“ nach Haría kommen. Bei dem Projekt handelt es sich um eine Initiative des in Haría lebenden Engländers David Riebold: In einer Art – laienhaft ausgedrückt - aufgespannter Leinwand verfangen sich die Wassertropfen der Wolken. Das so gewonnene Wasser wird Jungpflanzen zur Bewässerung zugeführt.
Die 2. Projektphase sieht einen Modellversuch vor, bei dem in der Nähe des Bosquecillo auf einer ca. 500 m² großen Fläche 9 solcher Leinwände aufgestellt werden, um junge Lorbeerpflanzen zu bewässen, so dass in einigen Jahren dort ein Lorbeerwäldchen entstehen soll.
Die englische Website zum Projekt gibt es hier; und die heutige Nachricht war hier zu lesen.
Soeben ist auch hier ein ausführlicher Bericht veröffentlicht worden.
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10.8.06: ..Variante 2 der Meldung über das 3. Boot
Soeben hat diese Quelle über das 3. Boot berichtet. Und diese Meldung liest sich ganz anders:
Das Boot sei bei el Golfo an der Küste vor der Montaña Bermeja gefunden worden. In diesem Boot hätten jedoch nur 3-4 Personen Platz, nach denen nun mit Spürhunden gesucht würde. Es werde vermutet, dass dieses Boot nicht der illegalen Einwanderung, sondern dem Transport von Drogen gedient hat.
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10.8.06: Drittes Flüchtlingsboot innerhalb einer Woche
Heute früh um 10:00 Uhr ist erneut ein kleines Flüchtlingsboot entdeckt worden, womit die Zahl der innerhalb einer Woche angekommenen Boote auf 3 gestiegen ist. Auch in diesem Fall handelt es sich um ein sehr kleines Boot. Und auch heute gelang allen Insassen zunächst die Flucht. 2 der insgesamt ca. 12 Insassen wurden zwischenzeitlich gefunden. Dieses Boot wurde an der „Playa Bermejo“ gefunden, deren Namen wir zum ersten Male gehört haben und auf unseren Inselkarten nicht entdecken können.
Quelle
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10.8.06: Suche nach weiteren „Boat-People“ wird fortgesetzt
Auch in der Nacht von Montag auf Dienstag hat ein kleines Flüchtlingsboot die Küste von Lanzarote erreicht; und zwar nördlich von Costa Teguise im Küstenabschnitt „Los Ancones“, wie hier berichtet wurde. 13 Marokkaner sollen insgesamt an Bord gewesen sein. 3 Insassen wurden relativ schnell gefunden und gaben an, minderjährig zu sein; 2 weitere wurden zwischenzeitlich ebenfalls entdeckt. Die Suche nach den noch flüchtigen Insassen wird fortgesetzt. Ganz offensichtlich auch per Hubschrauber: denn gestern knatterte mehrmals ein Helikopter an Mala vorbei.
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8.8.06: Wirksames Mittel gegen den Palmrüssler entwickelt
Das Agrar-Forschungsinstitut in Valencia (IVIA - Instituto Valenciano de Investigaciones Agrarias) hat bekannt gegeben, ein Insektizid gegen den Palmrüssler (s. auch Nachrichten vom 26.1.06. sowie vom 8.2.06) entwickelt zu haben. Alle bisherigen Tests, die an stark befallenen Palmen vorgenommen wurden, seien erfolgreich gewesen. Dabei wurde wie folgt vorgegangen: Bevor das Mittel eingesetzt wurde, wurden die Palmen mit einer Plane eingehüllt. Nach 3 Tagen wurde die Plane entfernt und die Kronen in kleine Stücke geschnitten und untersucht, wobei kein einziges lebendes Exemplar des Schädlings gefunden wurde.
Das Mittel sei allerdings noch nicht zugelassen, nicht zuletzt auch, weil die optimale Dosierung noch heraus zu finden sei sowie Untersuchungen auf Toxizität noch ausstünden. Auch müsse noch eine einfachere Methode zum Einhüllen der Palmen ausgeklügelt werden. Bislang sei alles in Handarbeit geschehen, man arbeite aber bereits an einer Automatisierung.
Quelle
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8.8.06: Vergleichsweise schlechte Hotel- und Apartmentauslastung im Juli
Wurde in diesem Juni noch ein neuer Belegungsrekord der Hotels und Apartments seit dem Jahr 2000 gefeiert, so schneidet der diesjährige Juli im Vergleich zu den Vorjahren am schlechtesten ab.
Die diesjährige Juli-Belegungsquote wurde mit 79,15% beziffert (im Vergleich dazu im Juli 2005: 83,36%, und im Juli 2004: 82,27%).
Dabei hatten die Aparthotels mit 90% sowie die 4-Sterne-Hotels mir 85,51% eine sehr gute Auslastung zu verzeichnen, und die Apartments lagen mit 78,30% im Mittelfeld, wie heute sämtliche Inselzeitungen berichten
Der Vorsitzende des hiesigen Tourismusverbandes ASOLAN, Francisco Armas, macht für die schlechten Zahlen die Konflikte bei den Tarifverhandlungen des Flughafenpersonals, die negativen Schlagzeilen in den Zeitungen sowie die zu geringen offiziellen Werbeaktivitäten in den Herkunftländern der Touristen verantwortlich. Auch beklagt er sich darüber, dass Lanzarote die einzige der Kanarischen Inseln sei, die in diesem Jahr insgesamt keinen Tourismuszuwachs verzeichnen konnte.
Der Tourismusminister der Kanaren, Manuel Fajardo Feo, berichtete indes, dass Lanzarote im kanarischen Vergleich nach Fuerteventura, Teneriffa und Gran Canaria in diesem Jahr bislang den vierthöchsten Zuwachs an Touristen verzeichnen konnte. Zwar habe das Jahr für Lanzarote relativ schwach begonnen, aber Dank des sehr guten Juni-Ergebnisses konnte Lanzarote aufholen. Die Zahl der ausländischen Touristen würde allerdings noch hinter den Erwartungen liegen; insgesamt verzeichnen die Kanaren zur Zeit jedoch ein erfreuliches Wachstum an Touristen.
Allerdings gab der Minister zu bedenken, dass es wichtiger sei, ausgabenfreudige Besucher auf die Insel zu locken als nur Köpfe zu zählen. Zur Zeit gebe jeder spanische Tourist pro Tag im Durchschnitt 115,- Euro aus, jeder ausländische Tourist lediglich 93,-.
Quelle 1, Quelle 2
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6.8.06: Starke Zunahme der bebauten Fläche
Auf Lanzarote hat die bebaute Fläche im Zeitraum 1987 bis 2002 um 60% zugenommen. Die anderen Kanaren im Vergleich: Teneriffa + 51,6%, La Gomera: + 50,05%, Gran Canaria: + 22,4%, El Hierro: + 19,7 %, La Palma: + 15,6%. Den Vogel hat Fuerteventura mit + 169% abgeschossen.
Zum hohen Zuwachs auf Lanzarote hat insbesondere das Municipio de Yaiza mit + 144% beigetragen; aber auch San Bartolomé mit + 62,9% sowie Teguise mit + 62,6%.
Quelle
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5.8.06: Municipio de Haría: Leiche eines Nordafrikaners angespült
Der Fundort der Leiche ist nur ca. 200 m von der Stelle der Caleta del Mero bei Orzola entfernt, an der am Dienstagmorgen ein verhältnismäßig kleines Flüchtlingsboot von 5 m Länge und 1,5 m Breite entdeckt wurde.
Bei dem Toten handelt es sich um einen Mann nordafrikanischer Herkunft. Es wird vermutet, dass er Insasse des Bootes war. Todesursache und –zeitpunkt sollen durch eine Obduktion ermittelt werden.
Auch wird vermutet, dass die bzw. weitere Bootsinsassen überlebt haben und entwischen konnten, da nasse Kleidungsstücke und andere persönliche Gegenstände in Bootsnähe gefunden wurden.
Quelle
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3.8.06: 21,68% der im Juli geschlossenen Arbeitsverträge auf unbefristeter Basis
Wer auf Lanzarote einen auf unbefristete Zeit geschlossenen Arbeitsvertrag in der Tasche hat, gehört zu einer kleinen Minderheit. Lediglich 21,68% der im Juli geschlossenen Verträge waren unbefristet; aber dieser geringe Prozentsatz wird hier bereits als Erfolg gefeiert, denn im Juli des Vorjahres waren es gar nur 14,08%!
Vermutlich hat die Zahl zugenommen, da Arbeitgeber, die unbefristete Einstellungen vornehmen, seit einem Jahr Vergünstigungen erhalten. Und zwar zwischen 500 und 3.200 Euro jährlich pro Kopf; und das über einen Zeitraum von 4 Jahren.
Quelle
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2.8.06 Rekord-Weinernte erwartet
1.700 eingetragene Weinbauern gibt es hier. Es wird geschätzt, dass die diesjährige Ernte den Vorjahresrekord von 3,6 Mio. Kilo überschreiten wird. Die Qualität der Trauben soll sehr gut sein; und an einigen besonders geschützten Orten hat die Weinlese bereits begonnen.
Und auch in diesem Jahr wird sich offiziell damit beschäftigt werden müssen, was mit dem Überschuss zu geschehen hat; denn die Bodegas verarbeiten nur ca. 2 Mio. Kilo Trauben.
Quelle
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Kommentar: 1.700 Weinbauern? Vermutlich hat sich jeder Hobby-Winzer eintragen lassen, um an Subventionen bzw. um zumindest an subventioniertes Wasser für die Bewässerung zu kommen.
Im vergangenen Jahr sind die überschüssigen Trauben mehr oder weniger vergammelt, leider; und angesichts dessen gab eine Art „Weintraubenskandal“. Dabei könnten die Trauben auch perfekt als Tafeltrauben exportiert werden: Sowohl die roten als auch die weißen Trauben sind sehr süß und intensiv im Geschmack und haben nur wenig Kerne.
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2.8.06: Bald Qualitätsnormen für Anbieter von Erlebnistouren und Aktivurlaub
Auf Lanzarote gibt es ca. 120 „Empresas de Aventura“, also - frei übersetzt - Anbieter von Erlebnistouren und Aktivurlaub, die bislang keinerlei Reglements und Normen unterworfen sind.
Das soll sich nun ändern, denn die kanarische Tourismusbehörde „Consejería de Turismo“ hat eine Arbeitsgruppe gegründet, die einheitliche Vorschriften und Qualitätsnormen ausarbeiten soll mit dem Ziel, unseriösen Anbietern das Handwerk zu legen.
Dabei geht es um die Erarbeitung von Sicherheitsvorschriften, Unfallverhütungsmaßnahmen sowie von Materialmindestanforderungen sowie auch um die Berücksichtigung von Umweltschutz und die Transparenz des Angebots.
Interessierte Inselregierungen und Gemeindeverwaltungen können sich in dieser Arbeitsgruppe, die bereits 5 Zusammenkünfte hatte, einbringen. Lanzarote glänzte dabei bislang durch Abwesenheit. Ganz im Gegensatz zu insbesondere Teneriffa und Fuerteventura.
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