Lanzarote-Nachrichten, Archiv Juli 2006

www.lanzarote-nachrichten.com

31.7.06: Einweihung des neuen Wochen- und Kunsthandwerkermarkts in Mancha Blanca

Gestern wurde dieser neue Markt auf der Plaza de los Dolores in Mancha Blanca eingeweiht. Jeden Sonntag wird er nun stattfinden; und zwar von 9:00 bis 14:00 Uhr.

Geboten werden neben landwirtschaftlichen Produkten auch Kunsthandwerk. Einen Fischstand gibt es ebenfalls.

Zur Einweihungsfeier waren viele Gäste gekommen, und das Rahmenprogramm hatte einiges zu bieten: Kanarische Tänze wurden vorgeführt sowie die traditionelle Kampfkunst „Juego del Palo“. Auch konnte die traditionelle Art des Dreschens mit Eseln in Augenschein genommen werden. Für musikalische Unterhaltung war ebenfalls gesorgt.

Quelle (auch der folgenden Bilder):

28.7.06: Küstenbehörde möchte Abriss des Hotels Papagayo Arena durchsetzen

Gestern und heute stand in mehreren Zeitungen, dass die dem Umweltministerium „Ministerio de Medio Ambiente“ unterstellte Küstenbehörde „Dirección General de Costas“ bekannt gegeben hat, dass das Areal des Hotels Papagayo Arena, zu dem auch ein Strandabschnitt gehört, von öffentlichem Interesse sei und damit jederzeit öffentlich zugänglich zu sein habe.

Auf dieser Grundlage seien rechtliche Schritte zur Enteignung in die Wege geleitet worden. Sollte dem gerichtlich stattgegeben werden – notfalls werde bis in die letzte Instanz geklagt - müsste das Hotel abgerissen werden, um das Areal in seinen ursprünglichen Zustand zu versetzen.

----------------------

Gespannt kann man in mehrerer Hinsicht sein über den Ausgang dieses Prozesses: Muss die Beklagte im Falle einer Enteignung entschädigt werden; und wird es irgend welche Konsequenzen für den Bürgermeister von Yaiza geben, der den Hotelbau seinerzeit genehmigt hatte, obwohl das Areal ursprünglich gar kein Bauland war .....?

26.7.06: Personal im Gesundheitswesen wird aufgestockt

Noch in diesem Jahr wird das Hospital General 56 weitere Mitarbeiter einstellen, darunter 8 Fachärzte sowie 21 Krankenschwestern/-pfleger. 

Auch in den Centros de Salud wird die Belegschaft aufgestockt: und zwar um insgesamt 29 Mitarbeiter.

---------------------------------------

Kommentar: Es ist beeindruckend, wie schnell hier auf die schnell wachsende Einwohnerzahl reagiert wird. In vielen Orten werden Schulen und Centros de Salud ausgebaut – oder neue, größere Einrichtungen entstehen.

Natürlich könnte bemängelt werden, dass die Infrastruktur bei weitem noch nicht ausreichend sei; jedoch gibt es wohl kaum ein Fleckchen Erde in Europa, der einen ähnlich hohen Zuwachs an statistisch und somit auch für Planungszwecke gar nicht Erfassten verzeichnet. Dabei handelt es sich nicht nur um die illegalen Einwanderer aus Nicht-EU-Ländern, sondern insbesondere um die wesentlich höhere Zahl Deutscher und Engländer, die hier über längere Zeiträume leben, ohne offiziell angemeldet zu sein. Und die nehmen das öffentliche Gesundheitswesen ebenfalls in Anspruch – nicht nur aus Kosten-, sondern auch aus Qualitätsgründen: Beispielsweise verfügt das Hospital General mittlerweile über hervorragende Fachärzte; und deren Behandlungskosten werden von deutschen Krankenkassen übernommen, was bei so manchen Privatarzthonoraren, die mitunter Schwindel erregende Höhen erreichen, nicht der Fall ist.

26.07.06: Geplante Streiks des Bodenpersonals für Binter-Flüge

Die Belegschaft der Firma Atlántica Handling, die für die Abfertigung der Binter-Flüge zuständig ist, hat Streiks ab 1.8. auf allen kanarischen Inseln angekündigt.

Ca. 500 Mitarbeiter beschäftigt Atlántica Handling – und viele davon waren ursprünglich Iberia-Mietarbeiter, die – nachdem Iberia den Bodenservice outgesourced hat, von Atlántica Handling zu wesentlich schlechteren Bedingungen übernommen wurden.

Die Verhandlungen zwischen der Gewerkschaft und Arbeitgeberseite, in denen es um eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen und der Bezahlung gehe, seien zum Stillstand gekommen, da sich die Arbeitgeberseite stur zeige, wird von der Gewerkschaft erläutert. Rund 700 Euro monatlich verdiene ein Vollzeitbeschäftiger bei einer Arbeitszeit von 40 Wochenstunden; und rund 390,- Euro ein Teilzeitbeschäftiger bei einer Arbeitszeit von 22 Wochenstunden. Viele Arbeitsverträge – auch die der seinerzeit von Iberia übernommenen Belegschaft - seien auf Teilzeitbasis umgestellt worden. Das Entgelt reiche bei weitem nicht aus, um über die Runden zu kommen, weshalb die Personalfluktuation stark zugenommen habe. Und die neu eingestellten Mitarbeiter würden lediglich befristete Verträge erhalten und müssten zunächst von den erfahrenen Kollegen angelernt werden. Dadurch sei es auch zu einer erheblichen Verschlechterung des Service gekommen.

Um den Druck auf die Arbeitgeberseite zu erhöhen, werde der Streik an den Wochentagen mit besonders hohem Flugaufkommen stattfinden: und zwar jeweils 12 Stunden lang dienstags, freitags, samstags und sonntags.

Soviel zu Binter, hier nachzulesen.

Seit heute steht auch fest, dass ein spanisch-schweizerisches Konsortium namens Ferrovial-Swissport-Menzies den Zuschlag erhalten hat, die kommenden 7 Jahre an 6 weiteren spanischen Flughäfen – darunter auch Lanzarote - den Bodenservice für AENA durchzuführen. Mit einer beträchtlichen Umsatzentwicklung werde gerechnet. Ob die Mitarbeiter unter ähnlich schäbigen Bedingungen zu arbeiten haben wie ihre Kollegen, die für Binter zuständig sind, wird in diesem Artikel des Schweizer Tagesanzeiger nicht erwähnt....

25.7.06: Bald Nürburgring für Rally-Freaks auf Lanzarote?

Der seit 20 Jahren politisch aktive Bürgermeister von Tinajo, Jesús Machín, macht keinen Hehl daraus, dass er ein wahrer und aktiver Rally-Freak ist. Sollten seine Vorstellungen realisiert werden, wird es in Tinajo – nördlich der Montaña Timbaiba (d.h. nordwestlich von Tiagua bzw. südwestlich von Muñique) - in absehbarer Zeit eine Art Rally-Nürburgring geben.

Selbst wenn dieses Vorhaben – zumindest laut Bürgermeister und einiger Rally-Fans – ein weiteres touristisches (und damit angeblich erstrebenswertes..) Ergänzungsangebot sei, würde es gegen alle möglichen Bebauungsgesetze, -vorschriften, und –richtlinien verstoßen, denn derartige, besonders flächenraubende „touristische“ Einrichtungen dürfen – laut Raumordnungsplan von Lanzarote (=PIOT - Plan Insular de Ordenación Territorial) lediglich in den touristischen Zentren bzw. in deren unmittelbarer Nähe eingerichtet/erbaut werden.

Dieser Einwand kümmert den Bürgermeister jedoch ebenso wenig wie weitere Argumente der Naturschützer; beispielsweise, dass schützenswerte Tierarten in dieser Gegend beheimatet und durch das Vorhaben bedroht seien.

Weitere Artikel folgen... - und mit Sicherheit auch auf der Website von El Guincho – Ecologistas

25.7.06: Mehr Direktflüge von Lanzarote nach Sevilla und Malaga

Die spanische Regionalfluglinie Air Nostrum, die sehr eng mit Iberia kooperiert, hat ihre Flugfrequenzen auf die Kanaren erhöht und darüber hinaus zusätzliche Flüge für die diesjährige Sommersaison eingerichtet. Insgesamt ist die Zahl der Sitzplätze von 45.000 in 2005 auf 56.300 in 2006 erhöht worden.

Direktflüge zwischen Lanzarote und Sevilla gibt es dienstags, donnerstags, samstags und sonntags; und zwischen Lanzarote und Malaga samstags und sonntags. Im August werden diese Strecken sogar täglich bedient.

Quelle

22.7.06 Demnächst Tages- und Altersheim in Haría

Auf dem Rückweg unserer heutigen Wanderung rund um Haría sind wir am fast fertig gestellten Tages- und Altersheim vorbei gekommen. Gegenüber vom Sportplatz am Ortsrand liegt das Gebäude, das von außen ansprechend aussieht und in einer sehr schönen Straße von Haría liegt (was nichts Außergewöhnliches ist, denn Haría ist generell sehr hübsch).

40 Heimplätze wird es hier demnächst geben. Das Schild verspricht einiges: Neben 40 Heimplätzen und 24-Stunden-Service soll es Physiotherapie, Freizeitgestaltung und noch einiges mehr im Angebot geben... 

 S-HariaResidenciaAncianos1 

Nach der Eröffnung werden wir uns alles genauer anschauen.

21.7.06 Windspiel von Montaña Blanca wieder an Ort und Stelle

Der Sturm Delta, der Ende November 2005 über die Insel gefegt ist, hat ganz schön viel aufgewirbelt; u.a. auch einige Windspiele von Cesar Manrique. Während das Windspiel in Arrieta lediglich verdreht wurde, so dass es zwar nicht mehr richtig im Wind wippte, sich aber wenigstens noch ein wenig bewegte, wurden die Windspiele von Montaña Blanca und Tahiche vollständig aus den Fundamenten gehoben und sind wie ein Kartenhaus in sich zusammengefallen. Traurig war der Anblick der am Boden liegenden und schwer beschädigten Einzelteile.

Das Windspiel von Montaña Blanca wird in diesen Tagen wieder in neuem Glanze an alter Stelle stehen – und das Windspiel von Tahiche soll ab September wieder über dem Kreisverkehr von Tahiche thronen.

Im Artikel stand noch etwas Interessantes: Zum 10. Jahrestag der Errichtung eines Cesar-Manrique-Windspiels in Berlin wird eine Delegation aus Lanzarote nach Berlin reisen.

Wo dieses Windspiel wohl stehen mag in Berlin, fragten wir uns? Die Antwort kam von einem Bekannten: Es steht am Funkturm bzw. vor dem Messegelände: Berlinlink1 Berlinlink2 Berlinlink3

Quelle

21.7.06 Anzahl ausländischer Touristen weiterhin leicht rückläufig

827.508, d.h. rund 2000 ausländische Touristen weniger als im Vorjahreszeitraum (Januar-Juni) wurden auf Lanzarote gezählt. Damit liegt Lanzarote keineswegs im Trend, denn die Kanarischen Inseln insgesamt konnten sogar einen Zuwachs ausländischer Touristen von über 4% im Vergleich zur Vorjahreshälfte verzeichnen.

Im Juni setzten sich die ausländischen Gäste insbesondere aus folgenden Nationalitäten zusammen:

45,10% Briten
27,57% Deutsche
6,38% Iren
4,13% Holländer
3,09% Italiener
2,46% Belgier
1.38% Österreicher
1,08% Norweger
1,05% Franzosen

Quelle 

21.7.06 Fehlerhafter Flächennutzungsplan (PGOU) für Haría verabschiedet

Heute ist hier zu lesen, dass die Kommission für Territorialordnung und Umweltschutz der Kanarischen Inseln (Cotmac1) ) den neuen Flächennutzungsplan (PGOU2)) für Haría verabschiedet hat. Leider weist dieser sehr viele Fehler auf, so dass bereits zum Zeitpunkt der Verabschiedung bekannt ist, dass eine umfangreiche Nachbesserung zu erfolgen hat, noch bevor der Plan öffentlich bekannt gemacht oder gar in Kraft tritt.

Ziemlich grobe Schnitzer müssen zunächst ausgemerzt werden: Da wurden beispielsweise Gebiete von Orzola für touristische Nutzung ausgewiesen, obwohl diese niemals hierfür vorgesehen waren; einmal ganz davon abgesehen, dass eine derartige Nutzung gegen geltende Normen verstoßen würde. Auch die falsche Ausweisung von Acker- in Bauland muss korrigiert werden. Und bezüglich des Gebietes von Charco del Palo gibt es ebenfalls noch umfangreichen Klärungsbedarf...

1)Cotmac: Comisión de Ordenación del Territorio y Medio Ambiente de Canarias
2)Flächennutzungsplan = PGOU Plan General de Ordenación Urbana de Haría (PGOU)

20.7.06 Mehr All-Inclusive-Gäste und weniger Umsätze bei den Restaurant-/Kneipen-/Café-Betreibern

Klar, es ist eine Binsenweisheit, dass der Trend zu All-Inclusive (AI) den insgesamt 1.562 auf Lanzarote registrierten Restaurant-, Kneipen- und Café-Betrieben sehr zu schaffen macht – und nicht nur denen; und eigentlich bedarf diese Meldung gar keiner weiteren Erwähnung, ....wenn der Trend zu AI doch nur endlich aufhören würde! Aber nein, er hält weiter an: Mittlerweile wurden sage und schreibe 19,8% des gesamten Angebots auf Lanzarote auf „rundum-sorglos“ umgestellt (in 2005 waren es noch 17%).

Je nach Standort wurden bis zu 58% Umsatzeinbußen bei einer Umfrage unter den Betreibern o.g. Lokale angegeben (Quelle)

Keinen Einfluss auf den Umsatz hat nach den Angaben der Betreiber das neue „Rauchverbot-Gesetz“. ...es wurden auch lediglich 11,1% der Lokalitäten zu Nichtraucher-Paradiesen erklärt....

Und außerdem: Auf einer Insel des ewigen Frühlings lässt es sich auch für Raucher in 100% Nichtraucher-Lokalen gut aushalten, denn „Draußen-Sitzplätze“ werden fast überall angeboten – und dort darf immer geraucht werden...

20.7.06 Der Babyboom hält an

738 Babys haben in den ersten Monaten d.J. auf Lanarote das Licht der Welt erblickt. Das sind gut 1,2 % mehr als im selben Vorjahreszeitraum. Auch der Trend, dass mehr Jungen als Mädchen geboren werden, hält an: Von den 738 Babys waren 379 ‚Jungs’ und „nur“ 359 Mädchen.

Quelle

19.7.06 Jacques Chirac im August auf Lanzarote?

Ein Treffen zwischen Zapatero und Chirac im August wird zur Zeit in Erwägung gezogen.

Würde beiden ganz gut passen: Zapatero verweilt im August eh auf „unserer“ Insel, um Urlaub zu machen; und Chirac war noch nie auf den Kanaren und wollte noch während seiner Amtszeit wenigsten 1 x dort gewesen sein.

Quelle

17.7.06 Elektronikkaufhaus „idea“ bald auch auf Lanzarote

Idea“ , eine große spanische Handelskette für Haushaltselektronik, ist zur Zeit auf Expansionskurs. Und noch in diesem Jahr soll auch auf Lanzarote ein Laden eröffnet werden. Das wird, nach Fuerteventura, der zweite „Idea“-Laden auf den Kanaren.

Quelle

16.7.06 Familienvater ertrunken

Heute früh knatterte mal wieder ein Helikopter über unser Haus gen Norden. Zunächst dachten wir, dass - erneut - ein Flüchtlingsboot an unserer Küste angekommen sei; wie neulich, als es bei uns im Dorf Straßensperren gab, da die Bootsinsassen sich zunächst aus dem Staub gemacht hatten - allerdings nach und nach “eingesammelt” wurden.

Diesmal war kein Flüchtlingsboot angekommen: Aus den online-Zeitungen erfuhren wir, dass ein Familienvater von seinem Sportboot (aus La Graciosa kommend) gegen 5 Uhr morgens ins Meer gefallen war. Seine beiden 14- und 16jährigen Kinder sind ins Wasser gesprungen und versuchten, ihn zu retten. Die Frau rief derweil den Notruf an.

...Der Helikopter knatterte gegen 8 über unser Haus.... (nicht gerade fix..). Der Vater konnte nur noch tot geborgen werden. Die beiden Kinder wurden gerettet und ins Krankenhaus gebracht....

14.7.06 Ex-Bürgermeister von Haría angeklagt

Aus dem großen, politischen Come-back unseres Ex-Bürgermeisters, Juan Ramírez Montero (PP), wird möglicherweise nichts. Wenn es nach der Staatsanwaltschaft geht, muss er 4 Jahre in Haft und außerdem mit einem 12jährigen Berufsverbot leben. Zum einen geht es um die Erschleichung von Subventionen bei einer Vermietungsangelegenheit, und zum anderen werden ihm Unregelmäßigkeiten und Urkundenfälschung im Zusammenhang mit der Umwidmung von Acker- in Bauland in Tabayesco während seiner Amtszeit vorgeworfen. Diese individuelle Auslegung seiner Amtspflichten war stets zum Vorteil einer Firma, deren Inhaber Pedro Perdomo Reyes ist. Der ist ebenfalls angeklagt – bei ihm geht es um 2 Jahre Haft. Eine ehemalige Mitarbeiterin vom Ayuntamiento, Teresa Caba Jiménez, die mittlerweile auf dem Festland wohnt, drohen „nur“ 10 Monate Suspendierung vom Dienst sowie eine Geldstrafe.

Mal sehen, zu welcher Entscheidung das Gericht in Las Palmas am 16. Oktober kommt.

Quelle

13.7.06: Neues Luftfahrtmuseum: 1.339 Besucher von Februar bis Juni

Seit der Eröffnung des "Museo Aeronaútico del Aeropuerto de Lanzarote" wurden 1.339 Besucher gezählt. Fast die Hälfte davon waren Schüler. Eine Touristenattraktion ist es offensichtlich nicht, denn von den Besuchern waren 1.141 Spanier. Der kümmerliche Rest waren: 120 Deutsche, 63 Engländer sowie ein paar wenige Italiener, Norweger, Iren, Schotten und Holländer.

Das Museum wurde im ersten Flughafengebäude von Lanzarote, das 1946-1970 in Betrieb war, eingerichtet.

Die Themen des Museums, auf zehn Ausstellungssäle verteilt, sind:

Saal 1: Geschichte der ersten Luftfahrt auf den Kanaren
Saal 2: Die ersten Flüge nach Lanzarote
Saal 3: Das erste Flughafengebäude (1946-1970)
Saal 4 und 5: Audiovisuelle Vorführungen
Saal 6: Transport und Kommunikation (1946-1970)
Saal 7: Generelle Geschichte der Luftfahrt
Saal 8: Fremdenverkehr, Transport und Flughafenaktivitäten
Saal 9: Kontrollturm mit Sicht auf den alten Flugzeugparkplatz
Saal 10: Wetterkunde

Bis zu den nächsten großen Ferien sollen noch ein Lehr- und Übungsraum sowie eine Bibliothek in einem Gebäude nebenan eingerichtet werden.

Am 12. Juni fand im Museum die Feier zum 60. Geburtstag der zivilen Luftfahrt auf Lanzarote statt. Hier nachzulesen.

4.7.06: Greenpeace-Studie: Zerstörung um jeden Preis

In seiner Studienreihe „Zerstörung um jeden Preis“ – bzw. „Destrucción a toda costa“ (costa ist ein Wortspiel und bedeutet auch Küste) hat Greenpeace in diesem Jahr auch die Küsten von Lanzarote unter die Lupe genommen.

Zu einem wenig ruhmreichen Gesamturteil kommen die Umweltschützer in ihrem Report, bei dem es z.B. um

  • den anhaltenden Missbrauch des Meeres als Abfalldeponie,
  • die starke Küstenbebauung, die mitunter aufgrund von Korruption wesentlich dichter und auf nicht offiziell dafür vorgesehenem Terrain erfolgt,
  • der Bau weiterer Sporthäfen und Golfplätze geht.

Lanzarote schneidet zwar noch verhältnismäßig glimpflich ab; stark kritisiert wird jedoch, dass lediglich 4 der insgesamt 44 auf Lanzarote existierenden Vorrichtungen zur Abwassereinleitung ins Meer offiziell genehmigt – und dadurch überwacht - seien. Der weitaus überwiegende Teil sei illegal.

Auch der geplante Bau eines Sporthafens an der Playa Bastían in Costa Teguise würde zu einer weiteren Umweltzerstörung führen.

Quelle

4.7.06: Pedro Almodóvar dreht seinen nächsten Film auf Lanzarote

Pedro Almodvar, berühmter spanischer Filmregisseur, Drehbuchautor und Oscar-Preisträger, wird seinen nächsten Film auf Lanzarote drehen.

Normalerweise werden Location und Motive auf der Grundlage des Drehbuchs (aus)gesucht. Bei Almodóvar, der ein großer Lanzarote-Liebhaber ist und sich über längere Zeiträume auf der Insel aufhielt, ist es wohl umgekehrt: In den kommenden Monaten starten auf Lanzarote die Dreharbeiten für seinen neuen Film ‘La tempestad soñada’, mit Penélope Cruz als Hauptdarstellerin und Lanzarote, insbesondere die Feuerberge, als „Kulisse“.

Auch die Ideen für seinen aktuellen Film "Volver" sammelte Almodóvar während eines Lanzarote-Aufenthaltes, wenn auch die Szenen an anderen Orten gedreht wurden.

Quelle1 Quelle2

3.7.07: Die ersten Punktabzüge bei Führerscheinbesitzern

Seit dem 1.7.2006 ist in Spanien der neue Führerschein nach Punkten in Kraft, und vergangenes Wochenende (also am 1. und 2.7.) sind auf Lanzarote insgesamt 33 Punke abgezogen worden – bei 8 Fahrern.

Mit Interesse habe ich das Faltblättchen zum neuen Führerschein durchgelesen, das in unserem Postkasten lag:

Wer den Führerschein seit mindestens 3 Jahren besitzt, bekommt 12 Punkte gutgeschrieben, ansonsten 8. Es gibt aber auch noch Pluspunkte für besonders artige Verkehrsteilnehmer: nämlich 2 Stück, falls es innerhalb von 3 Jahren zu keinem Punkteabzug kam und einen weiteren, falls es weitere 3 Jahre zu keinem Abzug kam. 15 ist die Obergrenze.

Je nach Verkehrsvergehen werden dann Punkte in Abzug gebracht. Hier einige Beispiele:

2 Punkte: Fürs Überholen in Kurven oder Fehlverhalten an anderen, gefährlichen Stellen; fürs Halten oder Parken an Haltestellen für den öffentlichen Nahverkehr; fürs Mitnehmen von Kindern bis zu 12 Jahren auf Motorrädern (wobei es hier Ausnahmen gibt);

3 Punkte: Fürs Fahren, ohne angeschnallt zu sein; fürs Wenden an Stellen, an denen es ausdrücklich verboten ist, fürs Telefonieren per Handy am Steuer.

4 Punkte: Fürs Fahren auf Autobahnen oder Schnellstraßen mit Verkehrsmitteln, die hierfür nicht zugelassen sind; fürs Fahren eines Fahrzeugs, ohne den dafür erforderlichen Führerschein zu besitzen, fürs Ignorieren der Anweisungen der Verkehrspolizei.

6 Punkte: für einen Alkoholgehalt von mehr als 0,50 mg/l im Blut,

Seinen aktuellen Punktestand kann jeder unter www.dgt.es in Erfahrung bringen.

Sind alle Punkte verbraucht, wird der Führerschein entzogen. „Normale“ Verkehrsteilnehmer dürfen sich danach 6 Monate nicht ans Lenkrad setzen, professionelle Fahrer müssen sich nur 3 Monate gedulden. Und bevor dann wieder – und zwar mit einem Kontostand von 8 Punkten - weitergefahren werden darf, muss ein Sensibilisierungskurs absolviert worden sein. Der dauert 12 Stunden und kostet 170 Euros. Bei denjenigen, die alle 12 Punkte auf einen Schlag los geworden sind, dauert der Kurs 24 Stunden, kostet 320 Euros und es muss zudem eine Prüfung abgelegt und bestanden werden.

Solange unsereiner mit einem Führerschein aus einem anderen EU-Land herumfährt (eine „Umtauschpflicht“ gibt es ja noch nicht), können uns auch keine Punkte abgezogen werden, las ich hier. Wie praktisch! Allerdings gelten alle anderen Strafen (z.B. Geldstrafen, vollständiger Führerscheinentzug – also bei Vergehen, die 12 Punkte auf einen Schlag kosten) auch für uns.

Geplant ist zwar schon eine EU-Länder übergreifende Verkehrssünderdatei; die wird es aber so schnell nicht geben.

3.7.06: Architektur von Antonio Padrón – oder ...die Zuckerbäckerhäuser von Tías

Der in Tías liegende, neue Wohnkomplex ‘Los Villareales’ des kanarischen Künstlers Antonio Padrón (Infos zum Künstler und auch zu diesem Projekt sind auf der Website des Künstlers nachzulesen: www.antoniopadron.org/) ist umstritten.

24 ziemlich verschnörkelte Wohneinheiten sind entstanden, die eine Symbiose aus Skulptur und Architektur sein sollen. Ziel des Künstlers war die Schaffung von außergewöhnlichen, harmonischen und dem Umfeld angepassten Lebensräumen. Das Rathaus von Tías verbietet den Käufern der 11 bereits fertig gestellten Wohneinheiten jedoch den Bezug ihrer frisch erworbenen 4 Wände. Alles nur Schikane einiger Politiker, die Gegner des Projektes sind, behauptet der Künstler, denn in technischer Hinsicht sei alles regelkonform.

..Mal schauen, wie der Streit enden wird...

Und mal schauen, wie die vielen Schnörkel nach den nächsten „Calima-Sandregen“ ausschauen werden bzw. ob die Eigentümer allesamt einen Putzfimmel haben. Wohl eher nicht.

Quelle

3.7.06: 9 sahrauische Kinder bei Gastfamilien auf Lanzarote

Wie jedes Jahr werden zahlreiche sahrauische Kinder im Rahmen der Aktion "Urlaub in Frieden" ihre Sommerferien außerhalb ihres Flüchtlingslagers nahe Tindouf (Algerien) bei spanischen Gastfamilien verbringen.

231 Kinder kommen auf die Kanarischen Inseln. 9 davon nach Lanzarote.

Quelle

Zum Hintergrund: Info 1 Info 2