Lanzarote-Nachrichten, Archiv März 2006

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31.3.06: Zementverbrauch schnellt in die Höhe

Von 850 auf 1100 Tonnen pro Tag ist der Zementverbrauch im März gestiegen; und es soll auf diesem Niveau weitergehen. Auf der etwa gleich großen Insel La Palma werden nur 1/3 dieser Menge verbaut.

Entwicklung des Zementverbrauchs:

1991: 100.059, 1992: 73.692, 1993: 70.742, 1994: 67.345, 1995: 99.100, 1996: 104.275, 1997: 124.337, 1998: 151.083, 1999: 194.658, 2000: 243.366, 2001: 247.890, 2002: 227.983, 2003: 229.522, 2004: 234.366, 2005: 233 273

Kürzlich gab es an einem Tag überhaupt keinen Zement mehr im Angebot. Als Gründe wurden – vom einzigen Zementimporteur CEISA (Cementos Especiales de las Islas S.A.) genannt: die Verspätung des Frachtschiffes, das 1 x wöchentlich für Nachschub aus dem Zementwerk der Firma in Gran Canaria sorgt, sowie die extrem hohe Nachfrage in den vergangenen Tagen. Leider konnte das Schiff aufgrund von Engpässen im Hafen von Los Marmoles, die häufig vorkommen, nicht pünktlich gelöscht werden. Darüber hinaus würden die Baufirmen eine erhöhte Nachfrage nicht rechtzeitig ankündigen, so dass nicht optimal disponiert werden könne, sagte der kaufmännische Direktor von CEISA.

Quelle1 Quelle2

31.3.06: (Freiwillige) Helfer entsorgen 4000 kg Müll

Ein Ärgernis sind die wilden Müllkippe allemal; insbesondere aber vor dem Hintergrund, dass ein Telefonanruf beim Ayuntamiento ausreicht, um (Sperr-)Müll kostenlos abholen zu lassen.

Rund 20 Freiwillige aus Haría, die sich besonders aktiv für den Umweltschutz engagieren, sind neulich – wiederholt - losgezogen, um an der Küste zwischen dem Hafen von Órzola bis zum Caletón Blanco Müll und Strandgut einzusammeln:

Möbelteile, diverser Plastikmüll, alte Fahrräder etc. wurden eingesammelt und ordnungsgemäß entsorgt.

Unterstützt wurden die freiwilligen Helfer von vermutlich nicht ganz so freiwilligen Insassen der Strafanstalt in Tahiche. Einige Häftlinge, die entweder kurz vor Beendigung ihrer Haftstrafe oder wegen nur leichter Vergehen einsaßen, wurden zum Helfen kurzfristig "entlassen".

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31.3.06: Flughafen hat 7 neue "Mitarbeiter"

7 Falken werden trainiert, um demnächst im Luftraum über dem Flughafen für Ruhe und Ordnung zu sorgen. Sie sollen die anderen Vögel, die für den Flugbetrieb problematisch sind, (ver-)jagen..

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30.3.06: Canarios kommen schwer übe die Runden

Wie schwer es die Familien damit haben, brachte eine groß angelegte Umfrage hervor:

20,5% mit sehr großen Problemen
24,6 % mit großen
27,1 % mit gewissen
17,1 % problemlos
8,2 % gut
1,82% bestens

ur 19% haben Geld fürs Sparkonto übrig. Die Canarios sind damit Schlusslicht in Spanien. Nur in Madrid und Navarra sieht’s ähnlich düster aus: Madrid: 28,69%, Navarra 28,8%. Spanien-Durchschnitt: 39,5% (0,9% höher als im Vorjahr).

Und nur 10,37% hatten genug Geld für bedeutende Anschaffungen auf der hohen Kante.

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30.3.06: 214.000 Kreuzschiff-Touristen in 2005

Und im Zeitraum 1.-31. März werden insgesamt 23 Kreuzschiffe im Puerto de Los Mármoles angelegt haben. Darunter die beiden großen Kreuzschiffe AIDAblu und die Thomson Celebration, die Lanzarote am regelmäßigsten anlaufen.

ie AIDAblu legt jeden Donnerstag an auf Ihrer Route: Teneriffa – Funchal/Madeira – La Palma – Fuerteventura – Lanzarote – Gran Canaria – Teneriffa.

Auch die Thomson Celebration wird im März 5 x angelegt haben, die Kristina Regina 3 x, die Monalisa sowie die Costa Europa 2 x. Weitere Kreuzschiffe, die zu "Besuch" kommen: Boudicca, Melody, Costa Classica, MSC Armonia, Black Watch und Midnatsol.

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29.3.06: Nur noch 2 Schmutzgeier-Paare auf Lanzarote

Die Schmutzgeier-Population ist seit Jahren rückläufig.

Nur noch 2 Paare gibt es auf Lanzarote und 1 Paar auf Alegranza. Der Bestand ist innerhalb von 50 Jahren von 26 Paaren auf die traurige Zahl von 2 gesunken.

Ein Grund ist, dass der Schmutzgeier nicht mehr wie die Made im Speck leben kann wie bis vor rund 20 Jahren, als Tierkadaver und das Ausgenommene von Fischen noch nicht entsorgt werden mussten. Bei Bauern und Fischern war der Schmutzgeier deshalb beliebt; räumte er doch hinter ihnen her. Geografische Orte wurden nach dem Geier (guirre) benannt: El Corral del Guirre (Arrecife-San Bartolomé auf Lanzarote) sowie Montaña de los Guirres (Güímar, Tenerife). Auf Teneriffa und Gran Canaria ist der Vogel bereits ausgestorben.

Nun sollen 3 Futterplätze eingerichtet werden. Angedacht sind die Famara-Ebene sowie der Timanfaya-Nationalpark. So erhofft man sich auch, dass gelegentlich aus Fuerteventura kommende Exemplare sich auf Lanzarote so wohl fühlen, dass sie hier bleiben möchten.

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29.3.06: Öko-Produkte im mercadillo von Arrecife

Seit heute gibt es auf dem Markt [mittwochs im Parque José Ramírez Cerdá] auch eine Ecke, in der Bio-Bauern von der Insel ihre Produkte anbieten. Die heutige Kundschaft bestand überwiegend aus Ausländern und älteren Hausfrauen.

[La Tanganilla heißt der Öko-Bauernverband von Lanzarote.]

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28.3.06: Fahren ohne Fahrerlaubnis + Versicherungsschutz

2005 wurden auf Lanzarote über 1000 Personen beim Fahren ohne Fahrerlaubnis und eine ähnlich hohe Anzahl beim Fahren ohne Versicherungsschutz erwischt.

Die Strafe ist denkbar gering: Maximal 600 Euro bei fehlender Fahrerlaubnis und zwischen 600-3000 Euro bei fehlendem Versicherungsschutz

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27.3.06: Hotelgewerbe: über 80% der Arbeitsverträge befristet

Im Hotelgewerbe arbeiten über 80% der Mitarbeiter auf Basis von Zeitverträgen. Und im vergangenen Jahr wurden in dieser Branche sogar nur 8% der Arbeitsverträge unbefristet geschlossen.

Die Gewerkschaft CC.OO hat durch zähe Verhandlungen – u.a. untermauert durch Streiks des Zimmerservice-Personals zu Weihnachten – vergangenen Dienstag erreicht, dass nun die Quote der unbefristeten Arbeitsverträge in der Hotelbranche wie folgt erhöht wird:

  • Betriebe mit 1-10 Mitarbeitern: 20% müssen unbefristete Verträge haben
  • mit 11-30 Mitarbeitern: 50%
  • mehr als 31: 60%

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27.3.06: Die Kehrseite der Meerwasserentsalzung

Die Technologie zur Umwandlung von Meer- in Trinkwasser ist für Lanzarote von sehr hoher Bedeutung. 48 Meerwasserentsalzungsanlagen gibt es zur Zeit auf Lanzarote. 46 davon werden privat betrieben, u.a. von einigen großen Hotelkomplexen.

Bei den beiden größten Anlagen (Janubio/ Inalsa-sur sowie in Arrecife/Punta de Los Vientos) zeigen sich die Auswirkungen der Abwasserentsorgung besonders deutlich:

Durch das konzentrierte Ein- bzw. Zurückleiten von Chemikalien und Salzlaugen ist der Lebensraum vieler Fischarten im Bereich der Entsalzungsanlagen zunehmend bedroht. Dafür macht sich die – giftige - Algenart "Caulerpa Prolifera" breit.

Quelle

26.3.06: Erneuerbare Energie spielt kaum eine Rolle

Nur 1,2% der Energie wird aus erneuerbaren Quellen bezogen. Erzeugten die Windparks Montaña Mina und Los Valles im Jahr 2000 noch 16.107 Megawattstunden (MWh), so ließ der technische Zustand der Anlagen im Jahr 2005 lediglich eine Produktion i.H.v. 9.307 zu.

Dafür ist der Gesamtenergieverbrauch stark gestiegen: Von 525.325 MWh in 2000 auf 807.947 in 2005.

Angestrebt wird, dass bis zum Jahr 2010 der Anteil der erneuerbaren Energie 12% beträgt. Dieses Ziel soll durch Subventionierung von z.B. Solaranlagen erreicht werden.

Quelle

25.3.06: Neuer Markt in Mancha Blanca

Bis Mitte April sollen die Arbeiten beendet sein; und danach treffen sich die bislang 19 festen Marktanbieter, um den genauen Starttermin/die Einweihung festzulegen. Überwiegend landwirtschaftliche Produkte sollen danach an jedem Wochenende (ob Sa oder So oder an beiden Tagen steht noch nicht fest) angeboten werden. Auch Kunsthandwerker werden ihre Waren anbieten. Alle Anbieter - mit Ausnahme eines Fischhändlers, kommen aus dem Municipio de Tinajo.

Quelle

Nachtrag: Einweihung der 20 Stände war am 31.7. - der Markt findet jeden Sonntag statt.

24.3.06: Ab 17.4. nur noch Oldies in allen Discos?

Der Turismus-Dachverband Asolan hat mit dem Ministerium für Arbeit und Soziales ein Abkommen geschlossen, das - aus Lanzarote-Sicht - letztendlich zum Ziel hat, die Hotels in den 3 Touristenzentren während der Nebensaison besser auszulasten: zwischen dem 17. April und dem 7. Juli werden insgesamt 20.000 Festland-Pensionäre nach Lanzarote in den Urlaub "verschickt".

17.3.06: „Illegale“ offizielle Tourismus-Website

Die angeblich offizielle Tourismus-Website ist in letzter Zeit unter Beschuss geraten. Es hatte nämlich gar keine Ausschreibung stattgefunden; und auch ansonsten fehlten Informationen über Kosten und Betreiber. Dies alles wurde von PP-Abgeordneten moniert und hinterfragt. Und auch die schlechte Qualität der Website (tote Links, falsche Fotos etc.).

Nun kam heraus, dass diese Website von einer privaten Firma betrieben wurde und also keinesfalls „offiziellen“ Charakter hatte; vom Erscheinungsbild her jedoch sehr wohl. Angeblich sei die Site in der Probephase gewesen. Nun wurde sie aus dem Internet genommen..

Ein neuer, offizieller Webauftritt im Layout der Site der kanarischen Regierung soll nun entstehen. Kostenpunkt: 13.000,-.

Quelle und frühere Artikel.

> Wenn man bei google: turismolanzarote eingibt, kann man sich zur Zeit noch über die Cache-Version diese ehemalige Website anschauen.

Nachtrag: Die Website ist mittlerweile - unter neuer Federführung - wieder aktiv. www.turismolanzarote.com

17.3.06: Zement ist “alle”!

Gestern und heute gab es keinen Zement mehr. Als Gründe wurden – vom einzigen Zementimporteur CEISA (Cementos Especiales de las Islas S.A.) genannt: die Verspätung des Frachtschiffes, das 1 x wöchentlich für Nachschub aus dem Zementwerk der Firma in Gran Canaria sorgt, sowie die extrem hohe Nachfrage in den vergangenen 10 Tagen. Leider konnte das Schiff aufgrund von Engpässen im Hafen von Los Marmoles, die häufig vorkommen, nicht pünktlich gelöscht werden; darüber hinaus würden die Baufirmen eine erhöhte Nachfrage nicht rechtzeitig ankündigen, so dass nicht optimal disponiert werden könne, sagte der kaufmännische Direktor von CEISA.

Quelle

15.3.06: Ausländeranteil hat stark zugenommen

In einem Jahrzehnt betrug die Wachstumsrate des Ausländeranteils 4000%; und ist damit eine der höchsten Spaniens. In Tías und Yaiza liegt der Ausländeranteil bereits bei über 40%. Sind in 1996 gerade mal 490 Personen zugezogen, waren es in 2005 gar rund 20.000: Besonders stark war der Zuzug von

Kolumbianern: 5.703
Briten: 5.420
Marokkanern: 3.606
Deutschen: 3.450

Insgesamt werden auf Lanzarote zur Zeit 184.366 Bewohner gezählt, wobei in dieser Zahl sowohl fest als auch vorübergehend ansässige Personen enthalten ist. [Wird die gestrige Meldung mit einbezogen, wonach Lanzarote aktuell 135.194 feste Einwohner zählt, summiert sich die Anzahl vorübergehender Inselbewohner auf sage und schreibe knapp 50.000!]

Das Verhältnis Touristen/Einwohner ist um 30% gesunken: D.h. in 1996 kamen 0,56 Touristen je Einwohner zu Besuch; zur Zeit nur noch 0,38..

Aktuelle Zahlen zur Bevölkerungsdichte wurden heute ebenfalls veröffentlicht:

Lanzarote: 218/km2
Arrecife: 2.549/km2, Tías: 614/km2; San Bartolomé: 501/km2. Yaiza: 120/km2, Teguise: 110/km2, Haría: 51/km2; Tinajo: 46/km2,

Quelle

Anmerkung : Die starke Zunahme unter Kolumbianern und Marokkanern liegt vermutlich am dreimonatigen Sonderverfahren zur Legalisierung illegaler Einwanderer, das Anfang Mai 2005 endete (und durch das die spanische Regierung Menschen, die illegal in Spanien waren und einen Arbeitsplatz aufweisen konnten, legale Papiere sowie eine Aufenthaltserlaubnis erhalten konnten). Schließlich nutzten auf Lanzarote fast 3000 vormals Illegale diese Möglichkeit. Und nun ziehen mit hoher Wahrscheinlichkeit viele Familienangehörige nach..

14.3.06: Lanzarote: mittlerweile über 135.000 Einwohner

In 1997 wurden „nur“ 77.000 Einwohner gezählt. Die Zahl hat sich auf sage und schreibe 135.194 (offiziell gemeldeter...) Einwohner im Januar 2006 erhöht!

Einwohnerzahlen je Municipio:

Arrecife: 56.745
San Bartolomé: 20.412
Tías: 17.983
Teguise: 17.205
Yaiza: 12.121
Tinajo: 5.566
Haría: 5.162

Der Altersbereich zwischen 25-39 Jahren ist - im Durchschnitt – am stärksten besetzt. Die Geburtenrate ist auf Lanzarote die höchste der Kanarischen Inseln. Und die Sterblichkeitsrate die zweitniedrigste.

Quelle

Fruchtbar und gesund lebt es sich auf der Insel also...

14.3.06: 15 Zugvögel-Kadaver zur Untersuchung in Madrid

Obwohl die Wahrscheinlichkeit einer H5N1-Infektion sehr gering ist, wurden vorsorglich 15 Zugvögel-Kadaver zur Untersuchung in ein Labor in Madrid ausgeflogen. Es handelt sich dabei um Zugvögel aus Afrika.

Quelle

Nachtrag: es lag kein Infektionsfall vor, haben die Untersuchungen ergeben.

13.3.06: Charco del Palo: Kanaren-Endemit-Land oder Bauland?

Vor dieser Frage steht zur Zeit der Bürgermeister von Haría. Just, wo es darum geht, neues Bauland als solches auszuweisen, wird das Ayuntamiento von Charco-del-Palo-Einwohnern darauf hingewiesen, dass ein Kanaren-Endemit auf einem Bauland-trächtigen Gebiet im nördlichen Bereich von Charco del Palo heimisch ist! Es handelt sich um das Gewächs namens „Caralluma Buchardii“, das aussieht wie ein Kaktus, jedoch keiner ist (wie im spanischen wikipedia nachzulesen ist Caralluma_burchardii). Als Kanaren-Endemit gehört die Pflanze zu den besonders schützenswerten und unter Schutz stehenden Spezies.

Nun soll der Botanik-Professor Wilfredo Wilpret der Universität La Laguna zu Rate gezogen werden bei der Entscheidung, ob die Zone tatsächlich als Bauland ausgewiesen werden könne - oder aus Naturschutzgründen doch nicht.

Quelle

Ergänzung am 4.4.:

Der Bürgermeister von Haría war heute vor Ort mit dem Botanik-Professor sowie dem Architekt, der mit der Erstellung der Baupläne beauftragt werden sollte.

Der Professor hat ziemlich viele Exemplare (ca. 2000) der "Caralluma Burchardii" – auf Lanzarote "cuernúa", oder auch "diente de perro" (Hundezahn) genannt - auf dem möglichen Bauland-Gebiet gezählt. Und weitere Endemiten.

Die große Dichte dieses seltenen Pflänzchens sei einmalig, weshalb das Gebiet vom Professor als absolut schützenswert eingestuft wurde.

Es gibt Anzeichen dafür, dass der Bürgermeister von Haría das geplante Bauland tatsächlich zur „zona rústica“ erklären wird. Damit wäre das Land nicht mehr bebaubar. [Der Architekt sah heute vermutlich ziemlich blass aus].

Die Begeisterung des Professors bekam jedoch einen ziemlichen Dämpfer, als er große Spuren von Vandalismus auf der Teguise-Seite von Charco del Palo zu Gesicht bekam: Auf einem weiteren Stück Land, das als Bauland ausgewiesen wurde und auf dem vor einer Woche noch diverse Exemplare dieses seltenen Pflänzchens wuchsen, waren keine mehr zu sehen. Bösewichte hatten die Bestände dort ganz offensichtlich herausgerupft.

Quelle

PS: Die Einwohner von Teguise sind halt gerissener und geschäftstüchtiger als die Haría-Einwohner ..

13.3.06: CC-Vorschlag zur Durchführung einer Studie zum Bevölkerungswachstum zurückgewiesen

Die CC brachte den Vorschlag zur Abstimmung vor, eine Studienkommission zu gründen, um die Auswirkungen des Wachstums der Bevölkerung einschließlich der ökonomischen Folgen auf den Kanaren zu untersuchen. Der Vorschlag wurde heute vom kanarischen Parlament insbesondere durch die Stimmen der PSOE- und PP-Abgeordneten zurückgewiesen. Die PP-Abgeordneten meinten, die CC wolle mit einer derartigen Studie ihr Ziel eines fremdenfeindlichen Gesetzes bezüglich der Niederlassung Nichteinheimischer weiterverfolgen; und die PSOE-Abgeordneten werfen Wählerfang durch Polemik vor, schließlich seien kommendes Jahr Wahlen. Zwar gebe es, so der PSOE-Sprecher Francisco Hernández Spínola, durchaus Probleme im Zusammenhang mit dem Bevölkerungswachstum, diese existierten aber nicht erst seit gestern oder vorgestern, weshalb das Thema zwar sehr wohl auf den Tisch kommen solle, aber erst in der kommenden Legislaturperiode – und nicht für Wahlkampfzwecke missbraucht werden dürfe. Außerdem würde es bereits diesbezügliche Untersuchungen vonseiten der Zentralregierung und der kanarischen Regierung geben.

Der PP-Sprecher betonte, dass ein Gesetz, so wie es der CC vorschwebe, gegen elementare Grundrechte verstoßen würde, schließlich fordere die CC starke Restriktionen beim Zuzug auch von Festlandspaniern und EU-Bürgern. Dies wurde vom CC-Sprecher allerdings als Behauptung, die keinerlei Grundlage habe, zurückgewiesen. Es gehe der CC vielmehr um die Bekämpfung des illegalen Zuzugs sowie um die Vermutung, ein generell starker Personenzuzug würde die kanarische Wirtschaft aus den Fugen geraten lassen; schließlich seien in 2005 zwar 40.000 neue Arbeitsplätze entstanden, jedoch habe die Arbeitslosigkeit um 13.000 Personen zugenommen. Auch betonte er, das bereits bestehende Untersuchungsgremium habe sich als untauglich erwiesen.

Quelle

11.3.06: Das Gran Meliá Salinas bietet Timeshare-Wohnungen an

Das Flaggschiff der Hotels auf Lanzarote wird umgerüstet: ein Teil der Zimmer des Gran Meliá Salinas wird zur Zeit umgebaut und u.a. mit Küchen bestückt, um demnächst als Timesharing-Wohnungen der Luxusklasse vermarktet zu werden. Dies wird das erste Timesharing-Hotel auf Lanzarote sein. Es gibt bereits 2 Musterwohnungen im 2. OG mit Meerblick: eine mit 1 Schlafzimmer, die andere mit 2 Schlafzimmern, jeweils einem großen Wohnzimmer, einem Badezimmer mit Whirlpool sowie sehr gut ausgestatteter Küche. Nur beste Baumaterialen werden verwendet. In der ersten Bauphase werden 15 Wohnungen fertiggestellt. Sollte sich diese Art der Vermarktung bewähren, werden weitere folgen.

Interessenten müssen, neben dem Besitz einer Kreditkarte, folgende Voraussetzungen erfüllen: Alter zwischen 32-60 J., und ein Jahreseinkommen von mindestens 40.000 Euro muss nachgewiesen werden können. Das Timesharing-Recht kann für eine begrenzte Zahl von Jahren oder auch lebenslänglich erworben werden. Vermarktet wird über den “Sol Meliá Vacation Club” (SMVC).

Die zu geringe Auslastung des Hotels ist der Anlass für diese Form der Umstrukturierung. Zur Zeit sind nur rund 250 Personen zu Gast im Hotel. Dabei verfügt das Hotel über 279 Doppelzimmer, 25 Junior-Suiten, 2 Suiten sowie 10 Bungalows.

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Wohnungspreise habe ich im Artikel nicht gefunden...

10.3.06: Schon wieder eine Plage: Kaninchenplage in Yaiza

Nun haben wir die Ausländer"plage" und die Palmrüssler-Plage in diversen Varianten besprochen; und auch die Vogelgrippe – zumindest ansatzweise. Es fehlt aber die aktuelle Kaninchenplage!

Das Amt für Landwirtschaft, Viehzucht und Jagd (consejería de Agricultura, Ganadería y Caza) hat Sofortmaßnahmen gegen die großen Fraßschäden durch die zur Zeit überzähligen Kaninchen eingeleitet; und zwar den Lebendfang innerhalb eines genau festgelegten Gebietes (für Interessierte: in der Textquelle ganz am Ende präzisiert). Die Fangmethode, die in der Zeit vom 13.3.-1.6. gilt, ist ebenfalls genau festgelegt.

In der „zona de volcán“ sind Frettchen und Hunde zum Jagen erlaubt, im Weinanbaugebiet indes verboten. Es dürfen aber je Jäger immer nur 1 Frettchen und 3 Hunde (und zwar ausschließlich geimpfte Podencos) eingesetzt werden. Wird in Gruppen gejagt, dürfen es maximal 9 Podencos sein. Weitere Auflagen: Die Jagdlizenz muss seit mindestens 2005 bestehen und der Jäger muss Einwohner von Lanzarote sein. Die gejagten Kaninchen dürfen nicht getötet und/oder gewerbsmäßig verkauft werden, sondern müssen in andere Zonen verfrachtet werden. Sollte – aus Versehen – ein Kaninchen zu Tode kommen, muss es wohltätigen Zwecken zukommen....

Quelle

... na, dann werden sich die Jäger der „anderen Zonen“ ja freuen, dass es so viel Nachschub gibt!

9.3.06: Strengere Arbeitssicherheitsvorschriften und höhere Geldbußen

Trotz der seit bereits einigen Jahren geltenden, strengeren Vorschriften verbunden mit Informations- und Aufklärungskampagnen scheren sich insbesondere viele Bauunternehmer herzlich wenig um ihre erhöhten Pflichten bezüglich der Arbeitssicherheit ihrer Mitarbeiter. Im vergangenen Jahr deckten Arbeitskontrolleure 140 Verstöße auf und verhängten Geldbußen in Höhe von mehr als 600.000 Euro.

Der Schwerpunkt der Kontrollen fand auf Baustellen statt, da sich hier die meisten Unfälle ereignen.

Heute hat das kanarische Parlament auf Initiative der PSOE-Abgeordneten Manuela Armas aus Lanzarote (nur die PP-Abgeordneten stimmten dagegen) die Einführung eines speziellen Ausweises für auf dem Bau Beschäftigten befürwortet [was bedeutet, dass es sich noch nicht um eine verbindliche Vorschrift handelt], auf dem die Teilnahme an erforderlichen Spezialschulungen nachgewiesen werden soll. Bei den Beschäftigen der Lebensmittelverarbeitung ist ein solcher Ausweis bereits gängige Praxis. Die Arbeitnehmer- und Arbeitgeberverbände wurden dazu aufgefordert, ihre Vorschläge zur praktischen Umsetzung einzubringen.

Quelle

9.3.06: Vorbeugende Maßnahmen gegen die Vogelgrippe

Das Risiko wird als sehr gering eingeschätzt, dass das H5N1-Virus auch auf Lanzarote eingeschleppt werden könnte; denn die Zugvögel kommen aus zur Zeit noch nicht gefährdeten Gebieten.

Dennoch werden die Zugvögel, die insbesondere in den Salinas von Janubio und Órzola verweilen, nun jeden 3. Tag indiskreten Besuch bekommen: von offiziellen Kontrolleuren.

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8.3.06: Die lebensgefährliche illegale Einwanderung

Laut Schätzung des mauretanischen Roten Halbmonds sind in den vergangenen 6 Monaten zwischen 1200 und 1300 Menschen bei ihrem Versuch, mit kleinen Booten illegal von Mauretanien auf die Kanaren überzusetzen, ums Lebens gekommen.

Es wird geschätzt, dass täglich etwa 700-800 Personen, überwiegend aus Mali, Gambia und Senegal, diese unsichere Reise ab Mauretanien in Richtung vermeintliches Paradies antreten; und dass 40% der Boote kentern. Der mauretanische Rote Halbmond sei jedoch absolut überfordert mit der Bewältigung der mit dieser Misere einhergehenden Probleme, und zwar auch, weil es in Mauretanien an entsprechenden Gesetzen fehle.

Die kanarische Regierung fordert nun, dass Mauretanien unbedingt – und zwar nicht nur von Spanien, sondern von der EU – dabei unterstützt werden müsse, die Flüchtlingsströme zu unterbinden, denn die größten Probleme lasten auf der sehr armen mauretanischen Schulter und liegen nicht auf unserer Seite.

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8.3.06: Zum Weltfrauentag einige Daten zu den kanarischen Frauen

Der Weg bis zur Emanzipation ist noch sehr lang:

Auf den Kanaren verdienen Männer im Durchschnitt 27% mehr als die Frauen.
20% der Frauen arbeiten auf Teilzeitbasis; bei den Männern sind’s 4%.
Nur 57% der Frauen haben feste Arbeitsverträge und keine Zeitverträge, bei den Männern sind es 70%. Hausarbeit ist weiterhin Frauensache; nur bei der Kindererziehung reden Männer mit.

Quelle

6.3.06: Demnächst Verbraucherschutzzentrale in Playa Blanca

Nun ist es beschlossene Sache: Der Bezirk Yaiza wird in Playa Blanca eine Verbraucherschutzzentrale mit geschultem Personal einrichten.

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3.3.06: Erste "Fernhochzeit" unter Homosexuellen

Einige Hochzeiten unter Männern sowie eine unter Frauen hat es ja bereits gegeben auf Lanzarote, seit die rechtliche Grundlage hierzu geschaffen wurde im April vergangenen Jahres. Nun könnte man meinen, alle Möglichkeiten seien damit ausgeschöpft worden. Dem ist aber nicht so: Denn am 1. März gab es eine weitere Hochzeitspremiere unter Gleichgeschlechtlichen: eine "Fernhochzeit" sozusagen. Nur die eine ‚Hälfte’ des männlichen Brautpaars war physisch anwesend; die andere – ein Kolumbianer – befand sich im fernen Kolumbien, als es galt, in Teguise das Ja-Wort auszusprechen. Die Ehe wurde dennoch rechtmäßig geschlossen, denn der Kolumbianer hatte seine Schwägerin mit der Vollmacht ausgestattet, ihn auf seiner eigenen Hochzeit zu vertreten. Auch das ist in Spanien per Gesetz möglich....

Quelle