Lanzarote-Nachrichten, Archiv Oktober 2006

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28.10.06 Ministerium für Kultur sagt Nein zur Bebauung des Gebiets um den „Faro de Pechiguera“

Erste Erdbewegungen hatten bereits stattgefunden beim Leuchtturm „Faro de Pechiguera“. In diesem Bereich sollte Playa Blanca um weitere 110 Häuser wachsen.

Das Ministerium für Kultur hat die Bebauung untersagt und sich darauf berufen, dass der Leuchtturm im Jahre 2003 zum Kulturgut von besonderem Wert (Bien de Interés Cultural) erklärt wurde und das angrenzende Gebiet ebenfalls unter Schutz stehe.

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Bleibt abzuwarten, welche Maßnahmen die Immobilienentwicklungsgesellschaft Inversur Lanzarote S.L. ergreifen wird, um das Bauvorhaben doch noch zu realisieren.

27.10.06 Inselmagazin Lanzarote 37° nun auch im www

Nun ist das Inselmagazin auch online, und bereits seit gestern kann die November-Ausgabe als pdf-Datei downgeloadet werden:
www.cyberculture.de/lanzarote37/hefte.html

Wir sind zur Zeit nicht auf Lanzarote und freuen uns sehr über diesen Service - und über die interessanten Artikel und Infos.

26.10.06 Costa Teguise: Bald zusätzliche Veranstaltungen für Kreuzschiff-Touristen

Das Ayuntamiento von Teguise plant ein Veranstaltungsprogramm aus Folklore, Musik, einem kleinen Kunsthandwerkermarkt und Imbissmöglichkeiten, das ab 9. November – und dann jeden Donnerstag zwischen 11:00 h und 16:00 Uhr - im Pueblo Marinero stattfinden soll. Insbesondere Kreuzschiff-Touristen sollen dadurch nach Costa Teguise gelockt werden, denn donnerstags legen regelmäßig die AidaBlue aus Deutschland, die Thomson Celebration aus England sowie die Costa Europa und Costa Fortuna aus Italien an.

Das Ayuntamiento von Teguise erklärt sich bereit, einen Shuttle-Service für die Passagiere einzurichten und noch weitere, verkaufsfördernde Maßnahmen zu finanzieren. Die Geschäftsleute vom Pueblo Marinero sollen sich an den Kosten des Veranstaltungsprogramms beteiligen.

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25.10.06 Tahiche: Windspiel von Cesar Manrique wird seit heute aufgebaut

In den Nachrichten vom 21.7. war von September die Rede, nun ist es Oktober geworden: Das Windspiel wird seit heute aufgebaut.

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24.10.06 Jameos del Agua: Konzertsaal voraussichtlich ab April 2007 wieder geöffnet

Vor 5 Jahren und 4 Monaten löste sich ein Gesteinsbrocken von der Decke der Grotte, die als Konzertsaal genutzt wurde, und fiel zu Boden. Seitdem ging es um viel Geld für umfangreiche Arbeiten, die erforderlich sein würden, damit zukünftig keine Gefahr mehr für die Zuschauer besteht. Deshalb wurde das Thema Instandsetzung von Tisch zu Tisch geschoben und ständig hinaus gezögert.

In diesem Artikel steht nun, dass im April 2007 der Konzertsaal wieder eröffnet werden soll. Über 4 Millionen Euro sind dann ausgegeben worden für die aufwändige Sanierung und das moderne Equipment, mit dem die Grotte bestückt wird. Eine Garderobe sowie Lastenaufzüge soll es bis dahin ebenfalls geben.

.... Erst ein Teil der Arbeiten sind abgeschlossen, weshalb zu befürchten ist, dass es zu weiteren Verzögerungen kommen wird.
 

22.10.06 Cochinilla-Informations- und Entwicklungszentrum kommt nach Mala

Damit das Know-how der Cochinilla-Bauern nicht verloren geht und eine lanzarotenische Tradition erhalten bleibt, wurde vor längerer Zeit die Errichtung eines Cochinilla-Informations- und Entwicklungszentrums in die Wege geleitet. Eine staatliche Anschubfinanzierung i.H. von 500.000,- wurde zwischenzeitlich bewilligt.

Nun wurde Mala als Standort festgelegt (wo im Dorf wird noch bestimmt), denn hier wurde der Anbau von jeher am intensivsten betrieben. Es ist geplant, zahlreiche brachliegende Opuntienfelder zu rekultivieren. Im Zentrum wird es auch einen großen Bereich für die Verwertung der Laus zur Gewinnung von Farbstoffen geben.

Auch sollen Programme stattfinden, um Kinder und Jugendliche an die Tradition des Cochinilla-Anbaus heranzuführen. Darüber hinaus wird in Erwägung gezogen, Aktivitäten für den Ökotourismus anzubieten, wodurch noch mehr Arbeitsplätze entstehen könnten.

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21.10.06 Kreuzschiff Queen Elizabeth II hat angelegt

Heute sind 1800 Passagiere mit dem größten Kreuzschiff der Welt, der Queen Elisabeth II, im Hafen von Arrecife angekommen.

Folgende Kreuzschiffe werden demnächst erwartet:

Am kommenden Montag, den 23.10, die „Astoria”, am 26.10. die AIDAblu mit 1.596 Passagieren, am 28.10 die „Hanseatic“, am 30.10. die „Artemis“, am 2.11. erneut die AIDAblu (kommt jeden Donnerstag), am 3.11. die „Costa Fortuna“, am 4.11. die „Seven Seas Navigator“, am 7.11. die „Sea Dream 2“, am 9.11. die AIDAblu, am 10.11. die „Delphin“, am 16.11. die AIDAblu, am 17.11. die „Deutschland“ mit 512 Passagieren und am 20.11. die „Maxim Gorki“.

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19.10.06 Zahl der ausländischen Touristen im September weit unter dem Vorjahresniveau

Lanzarote wurde im September von 128.995 ausländische Touristen besucht. Das sind 9,87% bzw. 14.129 weniger als im selben Monat des Vorjahres. Insgesamt wurden in diesem Jahr bislang 1.250.924 Besucher gezählt, 0,3%, bzw. 3.783 weniger als im selben Zeitraum des Vorjahres.

Damit liegt Lanzarote nicht im kanarischen Trend, denn insgesamt kamen 2,84% mehr ausländische Gäste auf die Kanaren.

Auch im September kamen die meisten Lanzarote-Besucher aus England (43,18%), gefolgt von den Deutschen (29,57%), Iren (5,73%), Niederländern (4,58%), Belgiern (2,4%), Italienern (2,2%), Schweizern (1,74%), Österreichern (1,32%), Norwegern (1,25%), Franzosen (1,1%), Dänen (0,8%), Tschechen (0,62%), Schweden (0,58%).

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18.10.06 Atlashörnchen – eine Gefahr für die Flora und Fauna von Lanzarote

Niedlich sehen sie zwar schon aus, die Atlashörnchen. Aber leider stellen die eingeschleppten Nager eine Bedrohung dar, da sie sich rasch vermehren, ziemlich gefräßig sind und einheimische Tiere verdrängen könnten. Einige Exemplare sind – zum wiederholten Male – auf Lanzarote gesehen worden.

Damit es nicht zur selben Plage kommt wie auf Fuerteventura, sind alle Bürger dazu aufgerufen, der Policia Local oder unter der Telefonnummer 696 733 177 zu melden, sobald sie ein Exemplar der ”ardilla moruna” gesehen haben.

Als Haustiere gehaltene Hörnchen sollten kastriert werden.

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17.10.06 Offener Protestbrief einer Umweltschutzgruppe an die Teilnehmer des Kongresses zum Thema Biosphären-Reservate

Gestern ist ein offener Brief der seit 20 Jahren aktiven Umweltschutzgruppe “El Guincho-Ecologistas en Acción“ an die Teilnehmer des zur Zeit stattfindenden Kongresses veröffentlicht worden. Darin werden die seit Jahren verkündeten leeren Versprechungen, nicht eingehaltenen Vorsätze und nie umgesetzten Vorhaben zum nachhaltigen Schutz der Insel ebenso aufgelistet wie zahlreiche, nach wie vor ungeahndete Umweltsünden und Umweltskandale. Es folgen nur einige, zusammen gefasste Auszüge – der Originaltext ist hier in voller Länge nachzulesen

  • 1991 wurde der Raumordnungsplan von Lanzarote (Plan Insular de Ordenación de Territorio) verabschiedet. Die Inselregierung habe dennoch nichts gegen den Raubbau unternommen, der mit jeder Baggerschaufel erfolge: Sand, Strand, Steine und Erde würden nach wie vor ohne jegliche Kontrolle abgebaut und Bauschutt abgelagert werden. Mehr als 300 – offizielle – Schutthalden würde es auf der Insel geben. In diesem Zusammenhang lädt die Umweltschutzgruppe zu einer Art alternativen Erkundungsfahrt ein – von Arrecife bis Tinajo - vorbei an betroffenen Gebieten; und auch vorbei am Timbaiba-Gebiet, auf dem der Bürgermeister von Tinajo eine Rally-Strecke bauen möchte, obwohl sich dort laut Expertise von Dr. Meco der bedeutendste Vulkankegel der Kanaren aus paläontologischer Sicht befindet.
  • 1991 wurde die Notwendigkeit der Gründung einer Kommission zur Überwachung der Bauaktivitäten festgeschrieben, die es jedoch nach wie vor nicht geben würde;
  • 1998 wurde von der Inselregierung ein 28-Punkte-Strategieprogramm zur Durchsetzung einer nachhaltigen, einem Biosphären-Reservat gerecht werdenden Entwicklung der Insel verabschiedet. Kein einziger Punkt sei bislang umgesetzt worden;
  • am 5. Juni 1999 haben über 300 Bürger vorm Cabildo demonstriert und Aufklärung bezüglich der tatsächlichen – also der offiziellen sowie der inoffiziellen – touristischen Bettenzahlen auf der Insel gefordert. Eine Antwort sei die Inselregierung bis heute schuldig geblieben; statt dessen würde weiterhin herum getrickst, indem z.B. touristische Vermietungen umgewidmet würden in Eigentumseinheiten, und trotz weiterer touristischer Nutzung aus der Betten-Statistik heraus genommen würden.
  • dem Urteil des Obersten Gerichtshofs, das Hotel Fariones Playa abreißen zu müssen, sei bislang nicht Folge geleistet worden;
  • dasselbe gelte für ein Urteil aus dem Jahre 1991 bezüglich des Coloradas-Gebietes, das zur Rückgabe von 3000 m² verpflichtet hatte, die im Rahmen einer illegalen Versteigerung durch das Bürgermeisteramt von Yaiza veräußert wurden. Stattdessen wurde dieser Bereich sogar bebaut; und zwar mit dem Hotel Papagayos Arenas, das nun angeblich enteignet und abgerissen werden solle. Seinerzeit seien zig Anzeigen gegen den Bau erstattet worden, die allesamt ignoriert wurden und folgenlos geblieben seien;
  • in der Angelegenheit des öffentlichen Dünengebiets im Bereich der Playa de los Pocillos, das 1986-87 einfach überbaut wurde durch ein Hotel, sei bislang ebenfalls noch nichts geschehen;
  • die von Cesar Manrique geschaffene Parkanlage „Parque Ilsas Canarias“ in Arrecife musste einem Parkhaus weichen, obwohl das Oberste Gericht diese Art der Bebauung als rechtswidrig erklärt habe;
  • der Bau der Marina Rubicón (Playa Blanca) sei ein Affront gegen den Umweltschutz und die Bewohner dieses Küstenbereichs, denn er sei ohne jede Rücksichtnahme erfolgt. Und dort, wo angeblich ein Zentrum für Wassersportarten hätte entstehen sollen, stehe heute ein Einkaufszentrum;
  • die Abgase der großen Mülldeponie/Müllverwertungsanlage der Insel (Zonzamas) vor den Toren von Arrecife würden ständig die Luft der Stadt verpesten;
  • alle statistischen Zahlen zur Produktion bzw. zum Verbrauch von Öl und Energie weisen enorme Wachstumsraten auf; mit Ausnahme derjenigen der beiden Windenergieparks:
    Los Valles: 1993: 8.000.0000 Kw, 2004: 5.000.000 Kw
    Montaña Mina : 1998 : 4.366.000, 2005 : 3.677.000 Kw;
  • der Wasserverbrauch sei ebenfalls stark angestiegen: von 6.838.026 m³ in 1993 auf 19.151.174 m³ im Jahre 2004.

Insgesamt werde der Status eines Biosphären-Reservats als Marketinginstrument zur weiteren, expansiven touristischen Nutzung der Insel eingesetzt, anstatt sich tatsächlich dem Umwelt- und Naturschutz zu verpflichten.

Und auch den Organisatoren des Kongresses wird vorgeworfen, sie würden lediglich die schöne Seite der Medaille betrachten: die Nationalparks, die Meeresreservate und andere idyllische Plätzchen und Lebensräume, und zwar so, als ob es um die Erhaltung eines Urlauberparadieses und nicht um den Schutz der Insel gehen würde. 

14.10.06 Von Lanzarote nach Fuerteventura: Heute sind die Langstreckenschwimmer dran

50 haben sich angemeldet zum heutigen Schwimmwettkampf, bei dem gilt, die 14 km lange Strecke zwischen Lanzarote/Playa Blanca und Fuerteventura/Correlejo schwimmend zu durchqueren.

Zum 7. Male findet dieser Wettkampf statt. Der Rekord liegt zur Zeit bei 3 Stunden und 55 Minuten und wurde vergangenes Jahr von David Meca aufgestellt.

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14.10.06 Vom Abriss bedrohtes Geschäftshaus in der Calle Real wird zur Chefsache

Es bleibt spannend - nicht nur für die Mieter des vom Abriss bedrohten Gebäudes (siehe Nachricht vom 5.10.) in der Calle Real (d.h. in der Fußgängerzone Calle León y Castillo), denn nun hat sich die Inselregierung eingeschaltet und bekannt gegeben, dass das Ayuntamiento von Arrecife überhaupt nicht befugt sei, bei einem schützenswerten Gebäude eine Abrissgenehmigung zu erteilen.

Nun soll das 1. OG versiegelt und erst einmal inspiziert werden im Auftrag des Cabildos. Die Mieter müssen zunächst (noch) nicht ausziehen. 

Quelle
 

13.10.06 Erster Kongress zum Thema Biosphären-Reservate

Seit heute und insgesamt 3 Tage lang (der offizielle Veranstaltungskalender startet am 16.10. und endet am 18.10.) findet auf Lanzarote der erste Kongress zum Thema Biosphären-Reservate statt, an dem Vertreter der 33 spanischen Biosphären-Reservate und Naturschützer teilnehmen. Einige Politiker der Insel wurden auch gesichtet.

Auf der Agenda stehen neben themenbezogenen Gesprächsrunden auch kulturelle Veranstaltungen mit Umweltschutz-Bezug in Form von Ausstellungen und Kinofilmen.

Vertreter einiger Biospären-Reservate präsentieren ihre Erfahrungen und auch Probleme, ökonomische und ökologische Aspekte sowie privates und öffentliches Interesse unter einen Hut zu bringen. Gemeinsame Strategien sollen ausgearbeitet werden; aber auch die Themen Bauboom und Korruption werden behandelt.

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Interessant dürfte auch der ebenfalls auf dem Programm stehende Vorstoß(..versuch) sein, das Chinijo-Archipel zum Nationalpark zu deklarieren. Denn dann wäre es vorbei mit der kommerziellen Ausbeutung, wie sie in Biosphären-Reservaten möglich ist, denn die ökologischen Auflagen sind bei Nationalparks um ein Vielfaches höher.

12.10.06 Homosexuelle gegen Intoleranz

Ein Christopher Street Day-Umzug gigantischen Ausmaßes wird es wohl nicht, aber immerhin ein kleiner Protestzug dieser Art auf Lanzarote: Am Samstag, den 14.10. zieht die bunte Auto-Karavane in Puerto del Carmen um 12:30 Uhr ab dem Aparthotel Fariones los. Um 14:00 Uhr endet der Umzug im Parque Islas Canarias in Arrecife, wo es bei einem Aperitif eine Kundgebung geben wird.

Mit dieser Aktion möchten die Homosexuellen darauf aufmerksam machen, dass eine Aversion gegen sie in der hiesigen Gesellschaft noch ganz besonders stark verankert ist und sie nach wie vor stark diskriminiert werden.

Fällt ein Junge beim Fußballspielen zu Boden, wird er hier nach wie vor „mariquita“ genannt. [Anm. : la mariquita = der Marienkäfer . Mit männlichem Artikel verwendet ist es jedoch ein Schimpfwort für Schwule]; tritt ein Mädchen in der Schule nicht feminin genug auf, so wird es „tortillera“ [Schimpfwort für Lesben] genannt, so eine Sprecherin der Federación Estatal de Lesbianas, Gays y Transexuales (FELGT). Dies als Beispiele dafür, wie stark Homophobie hier noch verankert ist.

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11.10.06 Los Ajaches: 10 Wanderwege im Rahmen von Fördermaßnahmen verbessert

24 knapp über 25jährige Arbeitslose haben im Rahmen eines Beschäftigungsprogramms ein Jahr lang 10 Wanderwege im Los-Ajaches-Gebiet auf Vordermann gebracht und auch ausgeschildert. 487.000,- Euro hat’s gekostet, wovon 430.000,- vom Arbeitsamt übernommen wurden 

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10.10.06 Zahl der Pateras ist zwischenzeitlich auf 5 gestiegen

Zu den 3 Pateras der vorigen Meldung sind noch 2 hinzu gekommen. 70 Insassen - darunter 20 Minderjährige - sind zwischenzeitlich aufgegriffen worden.

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10.10.06 3 kleine Pateras heute angekommen

Die kleinen Boote sind innerhalb von 6 Stunden angekommen, jedoch an unterschiedlichen Küstenabschnitten: eines vor Los Ancones nordöstlich von Costa Teguise, ein weiteres an der Playa de San Juan nordwestlich von Caleta de Famara und eines bei Caleta de Mero, einem Küstenbereich bei Òrzola (.. den wir unter diesem Namen noch auf keiner Karte haben entdecken können..).

Insgesamt 8 marokkanische Insassen, darunter 3 Minderjährige, sind mittlerweile gefunden worden; nach weiteren wird noch gesucht. Eine Person, die auf eines der Boote gewartet hat, wurde festgenommen.

 

Quelle

Das Anlanden von Pateras wird uns in der Regel durch einen über unser Dorf knatternden Hubschrauber signalisiert. Nicht immer werden in den Zeitungen Details bekannt. Möglicherweise liegt das daran, dass nicht jedes Boot aus Marokko illegale Einwanderer befördert, sondern ab und zu auch dem Transport von Drogen dient, wie gelegentlich berichtet wird.

9.10.06 Lanzarote: € 2,4 Mio. für arbeitsmarktpolitische Maßnahmen in 2005

Auf den Kanaren wurden in 2005 insgesamt 41,7 Mio. Euro für arbeitsmarktpolitische Maßnahmen zur Integration benachteiligter Zielgruppen eingesetzt. Insgesamt gab es 924 Projekte zur Integration von  Frauen, Langzeitarbeitslosen, über 52jährigen Arbeitslosen, Behinderten, jungen Menschen sowie Nicht-EU-Ausländern ins Arbeitsleben. 

Verteilung nach inseln: Gran Canaria 18 Mio, Teneriffa 15 Mio., La Palma 2,9 Mio., Lanzarote 2,4 Mio., Fuerteventura 1,3 Mio., La Gomera 925.000 und El Hierro 647.000.

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9.10.06 Kanaren: 41% der Haushalte haben Internet-Anschluss

Damit liegen die Kanaren über dem gesamtspanischen Durchschnitt i.H. von 39,1%, aber noch weit unter Madrid mit 50,4%.

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8.10.06 Inselmagazin „Lanzarote- 37°“ – Oktober-Ausgabe

Auch die Oktober-Ausgabe des neuen, kostenlosen Inselmagazins ist sowohl optisch als auch inhaltlich gelungen.

Die Namen der „Macher“ dürften einigen Residenten und auch Urlaubern insbesondere im Norden der Insel aus anderen Zusammenhängen bekannt sein:

Herausgegeben wird das Magazin von Susanne Bernard.

Die redaktionellen Mitarbeiter sind: Dr. Karl Kunze, Till Monte Schulz, Ilse Auer, Gonzalo R. Bethencourt, Friederike Klinge, Wolfgang Scherzer.

Layout & Grafik: Diogenes von der Töss.

Anzeigengestaltung: Alexander Baufeld, cyberculture.

Fotoreporter: Wolfgang Wilhelm. Anzeigenverkauf: Barbara Gutsch.

Druck: Promotissimo.

Redaktionsadresse: Calle las Piletas 15, 35520 Haría, Tel./Fax: +34-928.83.51.56. e-mail. Die angegebene www-Adresse: http://www.magic-lanzarote.net/lanzarote37 konnten wir bislang noch nicht erfolgreich laden...

Das Magazin ist in die Bereiche: Lokales, Freizeit, Wissenswertes, Serie, Essen & Trinken, Gesundheit, Veranstaltungskalender & Kleinanzeigen aufgeteilt. Die Oktober-Ausgabe besteht aus 38 Seiten.

Die Berichte der Oktober-Ausgabe im einzelnen:

  • Lokales: Dreiseitiger Bericht über Vulkanismus unter dem Titel „Lanzarote – Aus dem Meer geboren, vom Feuer gemacht“. 30 interessante Nachrichtenmeldungen. Zweiseitiger Bericht über die Bodega „El Bermejo“ und die Kunst des Weinanbaus auf Lanzarote. Zweiseitiger Bericht über Kino auf Lanzarote: „Spanische Filmemacher haben das Nachsehen“.
  • Freizeit: “Das erste Mal: Erlebnisse beim Schnupper-Tauchkurs”.
  • Wissenswertes: Jeweils 1-2seitige Berichte mit den Titeln: „Gilt auch für Spanien: Wo „Bio“ draufsteht, muss Bio drin sein“; „Trinkwasser auf Lanzarote“; „Gartengestaltung auf Lanzarote“; „Konsul Arnulf Braun: Wir sind keine Beamten mit Scheuklappen!“.
  • Serie „Auswandern“ (Teil 3): Geld verdienen, wo andere Urlaub machen: “Bäckermeister Friedrich Fasold”. “Verfassungsvergleich Deutschland-Spanien (Teil 3): Die Legislative”.
  • Essen & Trinken: Restaurant-Test: “Sapporo: Japanese Restaurant Puerto del Carmen”. Wein-Test: “Vino Rivola 2002”. Rezept: “Thunfisch-Ragout”. Essen auf der Peninsula: “Das ‘El Comité’ in Madrid”.
  • Gesundheit – 6 Kurzberichte; darunter als Beispiel: „Behandlung in einem Nicht-EU-Land: Wer übernimmt die Kosten.“
    Der Veranstaltungskalender ist 3 Seiten lang, und die Kleinanzeigen befinden sich auf der letzten Seite..
  • Werbeanzeigen, aber auch Infotafeln wie z.B. der Tiden-Kalender, „garnieren“ die einzelnen Berichte. 

Unsere Meinung: Informativ und keinesfalls reißerisch, abwechselungsreich und mit interessanten Beiträgen sowohl für Residente als auch für Urlauber.

6.10.06 Güime: Spanische Regierung verkündet Bau eines Auffanglagers für Flüchtlinge

Der für Sicherheit zuständige spanische Staatssekretär Antonio Camacho hat’s gestern verkündet: Das Auffanglager mit einer Kapazität für 400 Flüchtlinge wird in Güime gebaut, und die Baukosten werden mit 4 Mio. Euro veranschlagt.

Wie diese Weisung von oben durchgesetzt werden wird, ist noch unklar, denn die Mehrzahl der Abgeordneten von San Bartolomé hatte sich - einschließlich Stimmen der PSOE-Vertreter - dagegen ausgesprochen. So wie auch viele Einwohner von Güime. Zudem liege bislang weder eine Baugenehmigung noch ein entsprechendes Abkommen mit der Inselregierung vor, heißt es im Bericht.

Jedenfalls ist der Bau des Auffanglagers Bestandteil des „Plan Integral de Seguridad de Canarias“, im Rahmen dessen auch die Zahl der Sicherheitskräfte auf den Inseln erhöht sowie das integrierte elektronische System zur Außenüberwachung – SIVE – für weitere 20 Mio. Euro ausgebaut werden soll.

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5.10.06 Arrecife - calle Real: Geschäftshaus soll innerhalb von 4 Tagen entmietet werden

Es geht um dieses Gebäude in der Geschäftsstraße von Arrecife:

 

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Eigentlich gehört das Haus offiziell zu den schützenswerten Gebäuden von Lanzarote, aber die Eigentümergesellschaft, die „Inmobiliaria Chimida S.L.“, hat einen Antrag gestellt, es wegen Baufälligkeit zur Ruine erklären zu lassen, um es abzureißen. Dem ist nun stattgegeben worden vom Ayuntamiento de Arrecife.

Für die 3 Mieter (ein Schuhgeschäft, ein Schmuckladen und ein Plattenladen) hat das böse Konsequenzen, denn in einem baufälligen Gebäude darf sich aus Sicherheitsgründen niemand aufhalten. Deshalb müssen sie innerhalb von nur 4 Tagen ihre Geschäfte räumen und ausgezogen sein. Ohne entschädigt zu werden. Nun versuchen die Mieter, wenigstens die Auszugfrist zu verlängern.

Die Eigentümergesellschaft kennt die rechtlichen Mittel und Wege aus Erfahrung, denn sie hat mit derselben Methode zuvor schon einige Häuser in der Geschäftsstraße mieterfrei bekommen und abreißen lassen.

Das Gebäude mit insgesamt 553 m² Wohnfläche wurde im 19. Jahrhundert errichtet und beherbergte seitdem im Erdgeschoss Ladengeschäfte. Das 1. OG wurde zunächst als Wohnung genutzt, später befand sich hierin eines der ersten Hotels von Arrecife, das „Hotel Oriental“. Seit vielen Jahren ist das 1. OG jedoch unbewohnt und dem Verfall ausgesetzt worden.

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4.10.06 Kommunalwahlen 2007: EU-Bürger zeigen bislang wenig Interesse an ihrem Wahlrecht

Noch sind 8 Monate Zeit bis zu den Kommunalwahlen. Wahlrecht haben auch alle ausländischen EU-Bürger, sofern sie einen angemeldeten Wohnsitz haben UND sich bei dem für sie zuständigen Rathaus in eine Wählerliste eintragen lassen. Auf den Kanaren haben 109.406 ausländische EU-Bürger einen Wohnsitz angemeldet; darunter ca. 95.000 Wahlberechtigte. Auf den entsprechenden Wählerlisten stehen bislang lediglich 14.308 Wahlwillige, also erst rund 15%.

Eine Eintragung in die Wählerliste ist nur einmalig erforderlich. Bei allen folgenden Wahlen gibt es eine Wahlbenachrichtigung.

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4.10.06 La Graciosa: Illegal errichtetes Haus muss abgerissen werden

Hélice-Caleta del Sebo: Der Bescheid zum kompletten Abriss des Hauses konnte nicht direkt zugestellt werden, weshalb eine Bekanntgabe im öffentlichen Amtsblatt der Kanaren (Boletín Oficial de Canarias) erfolgt ist.

Das Haus steht auf „suelo rústico“, d.h. auf nicht bebaubarem Land, das zudem zum Naturschutzgebiet des Chinijo-Archipels gehört. Wird es nicht innerhalb eines Monats vom Eigentümer abgerissen, erfolgt der Zwangsabriss.

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2.10.06 Scheinehen im Visier der Justiz

2.000,- Euro habe man ihm angeboten, berichtet ein 29jähriger. Für 6.000,- hätte er sich vermutlich auf den Deal eingelassen, eine Kolumbianerin zum Schein zu heiraten. Nach einem Jahr hätte die Frau die unbegrenzte Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis erhalten, und Familienmitglieder hätten nachziehen dürfen.

Wie viel Geld geflossen wäre in den 4 aufgeflogenen Fällen, Scheinehen eingehen zu wollen, steht im Zeitungsartikel nicht; dafür aber, wie die Heiratswilligen hinters Licht geführt wurden: Über einen Fragebogen. Dieser musste vom Brautpaar unabhängig voneinander ausgefüllt werden: 1 x in der Ferne in der spanischen Botschaft und 1 x auf Lanzarote. Im Fragebogen wurden Einzelheiten wie z.B. über den familiären Hintergrund des Ehepartners in spe abgefragt; und wie sich das Paar kennen und lieben gelernt hat. Besonders sicher sei diese Methode nicht, wird eingeräumt, weshalb nur in Extremfällen die für die geplante Heirat erforderlichen Papiere zur Eheschließung von den Behörden nicht ausgestellt würden. 

Scheinehen werden durchs Internet, über Bekannte oder auch über eine auf Scheinehen spezialisierte Mafia organisiert, heißt es weiter.

Quelle

....Wo im www die Fragebögen als PDF-Datei herunter zu laden sind, steht im Artikel ebenfalls nicht...