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Lanzarote-Nachrichten, April bis Juni 2008
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26.06.2008 Haría: Wiedereröffnung des Museums für sakrale Kunst
Das kleine “Museo de Arte Sacro“ in Haría, das 1993 wegen Baufälligkeit des Gebäudes geschlossen wurde, ist vorgestern feierlich wiedereröffnet worden und steht nun Besuchern offen. Zu sehen gibt es die sakralen Kunst- und Einrichtungsgegenstände einer alten Kirche von Haría, die 1956 nach dem Einsturz des Dachs abgerissen werden musste. Von besonderem kunsthistorischen Wert sind Objekte und Bilder aus dem 17. und 18. Jahrhundert.
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25.06.2008 Ab Oktober 2008 Flüge zwischen Weeze und Lanzarote
Seitdem der Billigflieger Ryanair Flüge zwischen dem Flughafen Weeze und Fuerteventura im Angebot hat, ist der kleine Airport auch für Lanzarote-Urlauber ins Blickfeld gerückt. Bald wird das Interesse weiter wachsen, denn die Charterfluggesellschaft Hamburg International wird bereits ab Oktober 2008 Direktflüge ab Weeze nach Lanzarote anbieten. Ab Luxemburg sowie Karlsruhe/Baden-Baden gibt es bereits Hamburg-International-Flüge nach Lanzarote und retour.
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08.06.2008 Haría: Kunstausstellung
Noch bis zum 16.6. sind im Ausstellungssaal “El Aljibe” im Zentrum von Haría die Arbeiten der TeilnehmerInnen der von der Gemeinde angebotenen Mal- und Kunsthandwerkerkurse zu besichtigen.
Die Ausstellung ist von Mo-So von 10:00 – 13:00 Uhr sowie von 17:00 – 20:00 Uhr geöffnet.
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05.06.2008 Massensterben bei Möwen
An mehreren Orten der Insel wurden zahlreiche tote Möwen gefunden.
Die ersten toten Vögel wurden am 30. Mai in La Vega de San José in Teguise an einer Wasserstelle gefunden, einige Tage später wurden sowohl am Risco als auch am Strand von Famara sowie am Staubecken von Mala zahlreiche weitere tote Möwen gefunden. Mittlerweile ist die Zahl der toten Möwen auf mehrere Hundert gestiegen. Andere Vogelarten sind nicht betroffen.
Die Ursache ist noch unbekannt. Zur Zeit werden einige Tierkörper sowie Wasserproben untersucht.
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29.05.2008 Bausektor: Arbeitslosigkeit und die Folgen
Auf Lanzarote steigt im Bausektor von Tag zu Tag die Arbeitslosenzahl. Von einem Bauunternehmer erfuhren wir heute, dass er zum Monatsende die Hälfte seiner Belegschaft entlassen wird. Die Entlassungen treffen überwiegend Festlandspanier sowie Nichtspanier, denn der Anteil lanzarotenischer Arbeiter auf dem Bau ist eher gering. Allerdings droht auch vielen Lanzaroteños die Arbeitslosigkeit, denn etwas zeitversetzt werden auch Handwerks- und Zulieferbetriebe betroffen sein; und dort arbeiten zahlreiche Einheimische.
Auf die Frage, ob die Entlassenen nun in ihre Heimat zurückkehren würden antwortete er, dass viele Festlandspanier in den kommenden Schulferien, die in rund einem Monat beginnen, heimkehren würden. Für die ausländischen Arbeiter gibt es eine Rückkehrprämie aus der Arbeitslosen- und Rentenversicherung, die als Anreiz dienen soll, Spanien wieder zu verlassen. Ob und in welchem Umfang davon Gebrauch gemacht werde, könne er nicht einschätzen.
Die Entwicklung ist für die Betroffenen tragisch, war jedoch absehbar. Der Bausektor erlebte insbesondere im vergangenen Jahr eine ausgeprägte Boomphase. Vor Inkrafttreten der neuen Bauvorschriften im Herbst 2006, die deutlich höhere Baukosten verursachen, wurden zahlreiche Bauvorhaben vorgezogen. Diese befinden sich nun zu einem Großteil in der Endphase oder sind bereits abgeschlossen. Zudem bremsen gestiegene Hypothekenzinsen sowie das generell kräftig steigende Preisniveau die Kaufkraft. Spanische Banken übernehmen seit der amerikanischen Hypothekenkrise keine 100%-Finanzierungen mehr und erschweren damit die Kaufmöglichkeit eigenkapitalschwacher Interessenten.
Der Immobilienmarkt ist insgesamt bereits seit einigen Monaten stark rückläufig; und die Auswirkungen der Abwanderung sowie geplatzter Kredite werden auf den Vermietungs- und Immobilienmarkt insbesondere in jenen Gegenden Lanzarotes, in denen der Bauarbeiter- und Handwerkeranteil hoch ist, demnächst besonders deutlich zu spüren sein.
Auch hochwertige Immobilien werden zur Zeit schlecht verkauft, auf längere Sicht scheint jedoch dieses Segment krisenfester. Bei den wenig attraktiven Objekten dürften die Preise weiter purzeln, zumal die große Welle der Zwangsversteigerungen noch bevor steht.
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06.05.2008 Lanzarote: Im April fast 10.000 Arbeitslose
Die Arbeitslosenzahlen, die in den hiesigen Medien i.d.R. als absolute Zahlen veröffentlich werden, steigen weiter: Im April waren 9.795 Personen arbeitslos gemeldet.
Der Bausektor verzeichnet die höchsten Zuwachsraten: dort sind insgesamt knapp 1800 Personen von der Arbeitslosigkeit betroffen; rund doppelt so viele wie im Vorjahr.
Das Gros der Arbeitslosen stellt mit rund 72% der Dienstleistungssektor.
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01.05.2008 Abriss ‘illegaler Hotels’ und drohende Arbeitsplatzverluste: Gewerkschaft bezieht Position
Die - salopp ausgedrückt - ‘illegalen Hotels’ müssen weg, so jedenfalls lautet das Urteil des Obersten Kanarischen Gerichtshofs. Ob es eines Tages tatsächlich zu einem Abriss kommen wird, steht zum einen noch in den kanarischen Sternen, und zum anderen beschäftigen sich mit dem Abbruch- und Entsorgungs-Szenario neben den direkt Betroffenen u.a. auch die Staatskämmerer, denn ein Abriss käme den Staat teuer zu stehen.
Fest steht indes, dass durch einen Abriss nicht nur sämtliche Hotelmitarbeiter, sondern auch zahlreiche Beschäftigte von Zuliefer-, Service- und Reparaturbetrieben ihre Arbeitsplätze verlieren würden. Und so setzten die Betreiber jener ‘illegalen Hotels’, denen nun der gerichtlich verordnete Abriss droht, auf das seit Jahren bewährte ‘betriebliche Bündnis für Arbeit’ und schlugen in den vergangenen Wochen die soziale Harfe unter Hinweis auf die drohenden Arbeitsplatzverluste besonders intensiv; und Behörden und zahlreiche Politiker setzten im Kanon ein .
Nun macht aber ausgerechnet der größte spanische Gewerkschaftsbund Comisiones Obreras (CC.OO) einen Strich durch die Standortsicherungsrechnung der Hotelbetreiber, indem sie sich klar hinter die Entscheidung der Justiz gestellt und dabei gleichzeitig betont hat, dass eine Zahlung von Entschädigungen für den Verlust der Arbeitsplätze garantiert werden müsse.
Lanzarote, 1. Mai 2008
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01.05.2008 Fahren ohne Fahrerlaubnis gilt ab heute als Straftat
Bislang galt es lediglich als Ordnungswidrigkeit, ein Kraftfahrzeug ohne behördliche Genehmigung auf öffentlichen spanischen Straßen fort zu bewegen, und das ‘leichte Vergehen’ kostete nur ein geringes Bußgeld.
Im Rahmen der Reform des spanischen Strafgesetzbuchs “Código Penal“ gilt ab heute das Fahren ohne Fahrerlaubnis als Delikt und wird geahndet mit 3 - 6 Monaten Gefängnis oder einer in 12 bis 24 Monatssätzen bemessenen Geldstrafe in Verbindung mit 31 bis 90 Tagen gemeinnütziger Arbeit.
Die rund 25.000 Fahrer, die 2007 in Spanien beim Fahren ohne Fahrerlaubnis erwischt wurden, sind im Rahmen einer Aufklärungskampagne schriftlich auf diese Gesetzesänderung hingewiesen worden.
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April-Nachrichten
..gibt es zur Zeit nicht, da unsere Freizeit in diesem Monat sehr knapp bemessen ist, so dass wir uns nicht unserem “Nachrichten-Hobby” widmen können.
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