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Lanzarote-Nachrichten, Oktober 2008
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28.10.2008 Arrecife: Abriss einer illegal errichteten Häuserzeile
Im Auftrag des Bürgermeisteramts von Arrecife haben heute früh die Abrissarbeiten von 10 Wohneinheiten in der Calle Balayo im Stadtteil Argana Alta begonnen.
Die Reihenhauszeile wurde von der Firma Míguez Lanzarote SL für geschätzte 900.000 Euro errichtet, obwohl die Bauanträge Anfang 2006 nicht genehmigt worden waren. Die Baufirma hatte sich während der Bauphase auch darüber hinweg gesetzt, dass die Baustelle offiziell stillgelegt wurde, nachdem die alternative Partei “Alternativa Ciudadana” mehrfach Anzeige erhoben hatte.
Fotos
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24.10.2008 Kanaren: Arbeitslosenquote auf 17,5% gestiegen
Die Arbeitslosigkeit hat in ganz Spanien stark zugenommen, besonders betroffen sind jedoch die Kanaren und Andalusien. Innerhalb eines Jahres ist die Zahl der Arbeitslosen auf den Kanaren um 73.400 auf 183.000 hochgeschnellt und beträgt rund 17,5% (Lanzarote: 16,3%), in Andalusien sogar 18,3%.
Damit liegen diese beiden Regionen weit über dem Landesdurchschnitt von 11.3%.
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22.10.2008 Lanzarote-Werbung auf deutschen Bahnhöfen
Seit dieser Woche und noch bis zum 9. November präsentiert sich Lanzarote großflächig auf den Hauptbahnhöfen von Berlin, Stuttgart und Frankfurt. Auf Filmen und großen Fototafeln werden die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Insel gezeigt, und an Informationsständen können sich Interessierte beraten und weiteres Informationsmaterial erhalten.
Flankierende Werbung soll es durch die Einbindung der örtlichen Presse sowie von Reisebüros und Reiseveranstaltern geben, sowie auch durch ein Werbeprogramm in Zusammenarbeit mit TUI und AirBerlin.
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22.10.2008 Tageszeitungen als billige Werbeplattform der Immobilienbranche
“40,5% der auf Lanzarote angebotenen, gebrauchten Immobilien kosten weniger als 180.000,- Euro“ – so lauteten die Schlagzeilen der Tageszeitungen gestern.
Diese und andere Informationen und Daten wurden von einem hiesigen Immobilienportal unter dem Deckmantel einer Studie veröffentlicht und kritiklos von der Tagespresse übernommen.
Details über die ‘traumhaften Bedingungen’ auf dem hiesigen Immobilienmarkt finden sich z.B. hier und hier. Da neben dem Preis auch Kriterien wie Ort, Lage, Größe, Alter, Bauqualität und Ausstattung der Objekte eine erhebliche Rolle bei der Kaufentscheidung spielen, dürften sich so manche Träume in der Realität sofort wieder auflösen.
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20.10.2008 September 2008 ungewöhnlich feucht-warm
In diesem Jahr gab es im September einige regnerische Tage, was ungewöhnlich ist für Lanzarote. 15 Liter Niederschlag pro Quadratmeter wurden gemessen.
Insgesamt verzeichneten die meisten Kanarischen Inseln diesen September Wetterausreißer: Auf Teneriffa war es einer der kältesten Monate, auf Gran Canaria einer der feucht-kältesten und auf Fuerteventura, Lanzarote und La Palma einer der feucht-wärmsten seit 1971.
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15.10.2008 Die Schutzengel der Gelbschnabel-Sturmtaucher
Seit 10 Jahren kümmern sich Naturschützer der Organisation WWF/Adena auf Alegranza auch um den Schutz der größten Gelbschnabel-Sturmtaucher-Population der Kanaren, die dort zehn- bis zwölftausend Paare umfasst.
In der Zeit von Frühsommer bis November, zur Brut- und Aufzuchtphase der Pardelas, wie hier die Vögel heißen, halten sich die überwiegend freiwilligen Helfer auf der Insel auf. Während ihrer regelmäßigen Kontrollgänge, halten sie Ausschau nach Nestplünderern, die es auf Eier und Küken dieser Vogelart abgesehen haben, um ihren Speiseplan anzureichern.
Früher, als es noch schwere Notzeiten gab, waren Pardelas und ihre Eier als Nahrungsquelle wichtig für die Insulaner, seit 1986 ist die Jagd jedoch verboten, um diese gefährdete Vogelart zu schützen. Die Tradition lebt leider nach wie vor in vielen Familien weiter, und die Wilderer gehen auch im Schutze der Dunkelheit sehr gerne den verbotenen Jagd- und Sammelaktivitäten nach. Zwar sind die Naturschützer rund um die Uhr unterwegs, dennoch gelingt es Wilderern hin und wieder, Beute zu machen, da Pardelas ihre Bruthöhlen und Nistplätze über die gesamte Insel verstreut anlegen.
Pardelas haben einen lachenden Ruf, der nach einer Horde Mickey Mouse klingt und in diesem Ton-Video angehört werden kann, sofern die Lautsprecher auf volle Stärke aufgedreht werden.
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07.10.2008 Arrecife: Spikes zur Kuhreiherabwehr
Allen bisherigen Umsiedlungsaktionen und Abwehrmaßnahmen zum Trotz hatten sich die Kuhreiher stets wieder in ihren heiß geliebten Baumkronen in Arrecife im Park Ramírez Cerdá eingefunden. Deshalb wurden die Äste der Lieblingsbäume der Kuhreiher mit Spikes versehen, damit die Vögel sich dort nicht mehr aufhalten können. Diese ziemlich stachelige Waffe zeigt eine erste Wirkung, denn in den vergangenen Nächten haben sich lediglich 8 der insgesamt ca. 300 Exemplare dort eingefunden.
Der betroffene Parkabschnitt wird nun aufgemöbelt. Wie lange er frei von den Hinterlassenschaften der Kuhreiher bleiben wird und welche Übernachtungsalternativen die Vögel nun dauerhaft in Beschlag nehmen werden, wird sich zeigen.
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01.10.2008 Playa Blanca: Besitzer “illegaler” Häuser kündigen Sammelklage an
Den letzten beißen die Hunde. Das befürchten nun auch die Besitzer von insgesamt rund 400 Eigenheimen, die ihr Haus erworben hatten noch bevor der oberste kanarische Gerichtshof die erteilten Baugenehmigungen rückwirkend für nichtig erklärt hatten, weil die bebauten Flächen gar nicht als Bauland ausgewiesen waren.
Nun droht Enteignung und den Gebäuden der Abriss. Kein Wunder also, dass die Hausbesitzer in Angst und Bange sind, ihren teuren Besitz quasi über Nacht zu verlieren. Bereits 70% der Betroffenen haben sich zwischenzeitlich zusammen getan, um in einer Sammelklage den drohenden Schaden abzuwenden sowie Strafanzeige gegen die Bauträger zu erstatten, denen sie Betrug im großen Stil vorwerfen. Dabei berufen sie sich darauf, dass sie die Grundstücke laut notariellen Kaufverträgen frei von Lasten erworben hatten, obwohl den Verkäufern - in ihren Fällen den Bauträgern - bekannt gewesen sein muss, dass die Grundstücke außerhalb des Bebauungsplanes liegen.
Die Bauträger wiederum haben zwischenzeitlich schriftlich und unter Androhung von Klagen an die zuständigen Institutionen und Entscheidungsträger appelliert, eine Lösung zum Wohle der Hauskäufer herbei zu führen. Dabei gaben die Bauträger vor, auch im Namen der Baufirmen und Käufer zu agieren, was von den Hauskäufern allerdings vehement zurück gewiesen wurde. Denn diese möchten die Bauträger auf der Angeklagtenbank sitzen sehen und ziehen darüber hinaus in Erwägung, die Inselregierung wegen Untätigkeit zu verklagen. Schließlich, so wird argumentiert, habe es die Inselregierung seinerzeit versäumt von ihrem Recht Gebrauch zu machen, durch Grundbucheintragung Pfandrechte zu sichern, wodurch ein lastenfreier Verkauf der Grundstücke nicht mehr möglich gewesen wäre. Die Inselregierung wiegelt indes ab und verweist diesbezüglich auf die Zuständigkeit des Bürgermeisteramtes von Yaiza, dem dann eine entsprechende Aufklärungspflicht aller potentiell Betroffenen obliegen hätte. Zur Erinnerung und um den Kreis der Schuldzuweisungen zu schließen: Die “faulen” Baugenehmigungen waren seinerzeit von Yaizas Bürgermeister Reyes erteilt worden.
Das Schwarzer-Peter-Spiel ist noch voll im Gang; wir brechen unsere detaillierte Berichterstattung für heute ab und beobachten nun mit Spannung, zu welchen juristischen Mitteln jene politischen Kräften sowie einflussreichen Personen nun greifen werden, um nachträglich und im Widerspruch zum Urteil des obersten kanarischen Gerichtshofs doch noch eine Legalisierung der “illegalen” Häuser und Hotels herbei zu führen.
Die Cesar-Manrique-Stiftung, durch die der juristische Stein überhaupt erst ins Rollen und letztendlich bis zum obersten kanarischen Gerichtshof kam, hat vorsorglich juristische Schritte dagegen angekündigt.
Weitere Details u.a. in dieser Nachrichtenquelle
Anmerkung: Bisweilen drängt sich uns die Frage auf, ob die Kanaren nicht doch ein Vorort von Mumbai sind mit Mullund als Nachbargemeinde.
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