Lanzarote Nachrichten, Januar 2009 

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24.01.2009 “El Agitador” hat sich verabschiedet

Zunächst haben wir die Meldung für eine bewusst lancierte Ente gehalten, aber es scheint Wirklichkeit zu sein: Der kritisch-satirische “El Agitador” hat sich verabschiedet. Lanzarote war bislang sehr arm an kritischen Stimmen; und ist diesbezüglich nun leider um seine kritischsten Pressestimmen ärmer geworden.

Ein enormer Verlust für die hiesige, sehr angepasste Presselandschaft, die überwiegend Hofberichterstattung für die Mächtigen betreibt und viel zu selten über diesen arg eingeengten Horizont hinaus schaut und schreibt.

Wir werden die spitze Feder, die herrlichen Wortkreationen und die wunderbaren Fotomontagen und Karikaturen des “El Agitador” sehr vermissen.

20.01.2009 Neues Suchportal: Lanzarotes virtuelle ‘gelben Seiten’ in der Erprobungsphase

Seit heute Abend ist das neue Suchportal für Inselgäste und Residenten www.mein-lanzarote.de in seiner Betaversion online und wird nun mit Inhalten bestückt und fein geschliffen . Die in das Portal eingebundene, interaktive Landkarte, die Umkreissuche sowie die Brancheneinteilung erlauben es dem Besucher in nächster Zukunft, auf virtuellem Wege ganz bequem zu seinem Ziel zu gelangen.

Jeder Anbieter hat nun die Möglichkeit, sich auf effiziente Art und Weise dort zu präsentieren. Basiseinträge sind sogar kostenlos, größere, individuelle Präsentationen gibt es als “Premiumeintrag” für € 3,98 und das sehr umfangreiche “Premium-plus-Paket” für € 6,98 pro Monat.

Wir freuen uns, bereits heute ganz aktuell darüber berichten zu können. Die Inhaber der verantwortlichen Internet-Agentur
groessenwahn sind Lanzarote-Liebhaber und wohnen zeitweise - und zur Zeit - in Punta Mujeres.

17.01.2009 Rückfluss der EU-Subventionen für illegales Hotel in die Wege geleitet

Danuta Hübner, für Regionalpolitik zuständiges Mitglied der EU-Kommission, hat bestätigt, dass Spanien die erforderlichen Schritte in die Wege geleitet hat, um die EU-Subventionen für das Hotel Princesa Yaiza in Höhe von 4,09 Mio. Euro zurück fließen zu lassen.

Bleibt abzuwarten, ob die Rückforderung erfolgreich sein wird und wann mit Maßnahmen zu rechnen ist, um die restlichen 26 Mio. Euro, die der Subventionsskandal darüber hinaus umfasst (s. Nachricht vom 31.3.2008), in EU-Kassen zurückfließen zu lassen.

11.01.2009 Hotelkrise hausgemacht?

Die durchschnittliche Auslastungsquote der Hotels und Apartmentanlagen betrug in 2008 knapp 73% und lag damit um 2,04% unter der Quote von 2007. Die nächsten Monate werden zeigen, ob der derzeitige Trend abnehmender Auslastungsquoten anhalten wird.

Als Hauptgründe für den Rückgang der Nachfrage wurden die ökonomische Krise sowie die verringerten Flugkapazitäten genannt.

(Vermeintlich) weniger ins Gewicht fallende Gründe wurden nicht aufgeführt, sie liegen jedoch auf der Hand: Beispielsweise die stark gestiegenen Flugpreise, die steigende Attraktivität konkurrierender ‘Sonne-und-Strand-Destinationen’, oder auch ganz nahe liegende Gründe wie die sehr umfangreichen Bauarbeiten der ‘Avenida’ in Puerto del Carmen, wodurch eine Umlenkung vieler Hotelgäste erforderlich wurde. Nicht jeder Stammgast hat sich in ein anderes Hotel auf Lanzarote umbuchen lassen, sondern ist dieses Jahr auf eine andere Destination ausgewichen.

Und sollte sich das Britische Pfund von seiner rasanten Talfahrt nicht weiterhin erholen, werden wohl in Zukunft viele britische Touristen auf ihren Lanzarote-Urlaub verzichten müssen, was Lanzarote mit seinem überwiegend englischen Publikum besonders hart treffen würde.

Der wahre Hauptgrund für den Rückgang der Belegungsquoten wurde und wird von den Tourismusverbänden der Insel jedoch verschwiegen: Der drastische Ausbau der Bettenkapazitäten. Im Jahr 2000 wurde ein Hotel-Baustopp verhängt, um die Bettenzahl nicht weiterhin und unkontrolliert anwachsen zu lassen. Trotz dieses Moratoriums wurde kräftig weitergebaut, und die Bettenkapazitäten sind auf Lanzarote um einige Zehntausend ausgeweitet worden. Der Baustopp fand nur auf dem Papier statt, und die Bauaktivitäten wurden sogar bis weit über Bauland-Grenzen hinaus betrieben. Auch vor Landschaftsschutzgebieten wurde nicht Halt gemacht.

In den Jahren 1998 sowie 2005 lag die Zahl der ausländischen Touristen mit 1,6 Mio. etwa gleich hoch. Die durchschnittliche Belegungsquote der Hotels und Apartmentanlagen lag in 1998 bei satten 88,5%, im Jahr 2005 jedoch nur noch bei 75,8%.

Dies sollte den hiesigen Tourismusverbänden- und verantwortlichen bei der Entwicklung von Vermarktungsstrategien mehr zu denken geben als die üblichen Gründe und Schwankungen, denen jede Urlaubsdestination gleichermaßen ausgesetzt ist.

07.01.2009 Kanarische Inseln: Anzahl der Hypothekenabschlüsse drastisch gesunken

Im Oktober 2008 gab auf den Kanaren pro 100.000 Einwohner 300 neue Hypothekenabschlüsse, was einem Rückgang von 37,9 % innerhalb eines Jahres entspricht. Die durchschnittliche Hypothekenhöhe schrumpfte dabei um 16,7% auf € 119.517. Abgelöst wurden 162 Hypotheken pro 100.000 Einwohner.

Mit Ausnahme der größten spanischen Region, Kastilien-León, ging in allen Regionen Spaniens die Anzahl der Hypothekenabschlüsse zurück; und zwar im Durchschnitt um 28,7% auf 284 Abschlüsse pro 100.000 Einwohner. Die durchschnittliche Hypothekenhöhe stieg dabei um 3,8% auf € 177.292, wobei es große regionale Unterschiede gibt: Absoluter Spitzenreiter ist Madrid (€ 386.975), gefolgt von Katalanien (€ 213.184) und dem Baskenland (€ 208.308).

02.01.2009 Lanzarote: Einwohnerzahl auf rund 139.500 gestiegen

Die Statistik zur Entwicklung der Einwohnerzahl (nach Nationalitäten) ist um die Zahlen für 2008 ergänzt worden:

Nationalitäten Lanzarote