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Lanzarote Nachrichten, März - September 2009
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30.09.2009 Villa de Teguise: Bau einer Multifunktions-Sporthalle wieder aktuell
Vor gut drei Jahren wurden die ersten Pläne zum Bau einer Multifunktions-Sporthalle mit Hallenbad, Turnhalle und Sauna mit türkischem Bad sowie Café und Kinderhort der Öffentlichkeit gezeigt. Danach war es ruhig geworden um das 3-Millionen-Euro Bauprojekt.
Der neue Bürgermeister von Teguise, Juan Pedro Hernández Rodríguez (CC), seit einem Monat im Amt, hat das Projekt wieder aus den Schubladen gezogen. Sollte der ehrgeizige und teure Plan von der Mehrheit der Entscheidungsträger befürwortet werden, sollen bis Jahresende die ersten Schritte einer praktischen Umsetzung des Projekts erfolgen.
Ob eine Wirtschaftlichkeitsstudie durchgeführt wurde, ist nicht bekannt gegeben worden.
Projektfoto und Quelle
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25.09.2009 Wo Canarias draufsteht ist nicht unbedingt Kanarisches drin
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Achtung bei Etiketten mit der Herkunftsbezeichnung “Producto de Canarias“
In Supermärkten auf den Kanaren finden sich verschiedenste Produkte mit einem Etikett das zwei Vögel und die Bezeichnung „Producto de Canarias“ trägt. Doch die Rohstoffe für die meisten dieser Produkte stammen gar nicht von den Kanaren.
Mehr dazu hier: Informationsquelle und Details
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24.09.2009 Touristische Trends und Zahlen auf Lanzarote
Im Jahr 2008 lag die Besucherzahl mit 1.587.000 unter den Werten der 3 Vorjahre mit 1.618.000 im Jahr 2007, 1.683.000 in 2006 und 1.688.000 in 2005. Spitzenjahr bleibt 2003 mit rund 1.853.000 Touristen. Die aktuellen 2009er Zahlen belegen, dass der Abwärtstrend andauert.
2005 lag der Anteil der All-Inclusive-Urlauber noch bei nur 16%, im Jahr 2008 betrug er bereits 22%.
Am beliebtesten ist nach wie vor Individualurlaub, bei dem nur Flug und Unterkunft von zu Hause aus gebucht und alles weitere vor Ort organisiert und bezahlt wird: 34 % der Urlauber wählten diese Urlaubsart. Ihr Anteil lag im Jahr 2005 allerdings noch bei 42% und hat seitdem kontinuierlich abgenommen.
In 2004 sind 41% der gesamten Urlaubsausgaben vor Ort getätigt worden und haben für gute Umsätze im Einzelhandel sowie in der Gastronomie der Insel gesorgt. In 2007 erfolgten immerhin noch 39% der gesamten Urlaubsausgaben vor Ort, in 2008 waren es allerdings nur noch rund 35%. So wenig wie im Boom-Jahr 2003, in dem allerdings rund 250.000 Touristen mehr auf die Insel kamen, wodurch insgesamt glänzende Umsätze auf der Insel erzielt wurden.
Zum Tag des Tourismus am 27.9. wurden einige Zahlen und Daten aufbereitet veröffentlicht. Das Datenmaterial stammt vom Centro de Datos der Website der Inselregierung.
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04.09.2009 Zahl der Fahrzeugzulassungen weit unter Vorjahreswert
Von Januar bis August 2009 wurden auf Lanzarote 1.801 Fahrzeuge zugelassen. Im selben Zeitraum des Vorjahres waren es 4.202 Fahrzeuge.
Quelle
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04.09.2009 Municipio de Teguise zählt 20.306 Einwohner
Costa Teguise ist mit 7.192 der Ort mit den meisten Einwohnern im Municipio, gefolgt von Tahíche (4.002) und Villa de Teguise (1.714).
Die weiteren Zahlen:
Las Cabreras: 122, Caleta de Famara: 951, Las Caletas: 132, , Guatiza: 849, Las Laderas: 60, El Mojón: 120, Mozaga: 385, Muñique: 382, Soo: 633, Nazaret: 994, Tao: 560, Teseguite : 275, Tiagua : 311, Los Valles: 410, Los Ancones: 46, Caleta de Caballo: 133, Los Cocoteros: 268, Tomaren: 75, Charco del Palo: 26, La Graciosa: 666.
Quelle
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24.08.2009 Forscher entdecken neue Tierarten auf Lanzarote
Bei einer Tauchexpedition zur Erkundung eines Höhlensystems auf Lanzarote hat ein internationales Team aus Wissenschaftlern und Höhlentauchern eine bisher unbekannte Krebstierart der Gattung Speleonectes sowie zwei neue Arten vielborstiger Ringelwürmer der Klasse Polychaeta entdeckt. Quelle und weitere Details: Informationsdienst Wissenschaft
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06.08.2009 Lanzarote: Rund 12.000 Ausländer in der Seguridad Social
11.981 auf Lanzarote lebende Ausländer aus rund 70 verschiedenen Nationen sind Mitglieder in der spanischen Sozialversicherung. Den höchsten Anteil stellen Kolumbianer mit 1.800 Mitgliedern, gefolgt von Briten (1.597), Marokkanern (1.437), Deutschen (834), Italienern (683), Chinesen (623), Ecuadorianern (591), Argentiniern (326), Kubanern (309) und Rumänen (265).
Quelle
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28.07.2009 Offizielle Lanzarote-Hochglanzbroschüre: ‘Die Ufer eines unergündlichen Weltalls’
Die offizielle Werbung der Insel ist ebenso eigenwillig wie die Insel selbst. Die Überschriften der hübsch bebilderten und vom ‘Patronato de Turismo’ kostenlos an die Inselgäste ausgegebenen Lanzarote-Hochglanzbroschüre lauten:
Lanzarote, Erde, Feuer und Wasser Die Ufer eines unergründlichen Weltalls Galabekleidung der Natur Die Anziehungskraft des Ungewohnten Ihr Lieblingssport unter einem wohltätigen Himmel Ahnenweisheit Farben und Noten eines Landes Lanzarote Schritt für Schritt Arrecife, die gut verstehende Modernität Haría, eine Oase zu entdecken San Bartolomé, Grund eines Volkes Teguise, ein Geschenk der Natur Tías, das Zuhause des Reisendes Tinajo, Vermächtnis der Jahrhunderte Yaiza, Farbe des Feuers
Wir haben die Broschüre eingescannt. Aufgrund des übergroßen Formats sind einige Absätze leider unvollständig. Achtung: Beim Lesen wird die Bauchmuskulatur stark beansprucht:
Lanzarote - Ufer eines unergründlichen Weltalls
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27.07.2009 REN – selbst ernannte Rettungsorganisation?
Seit kurzer Zeit buhlt im Norden eine neue, gemeinnützige Rettungsorganisation um den auf der Insel heiß umkämpften Markt der zu rettenden Leben. Die Playa de la Garita von Arrieta wird seitdem doppelt bewacht; zum einen von einem Ersthelfer vom spanischen Roten Kreuz “Cruz Roja Española“, und zum anderen von REN, Rescates y Emergencias del Norte.
Welche Qualifikationen die REN-Retter haben, ist noch nicht bekannt geworden. Die über Nacht entstandene Organisation wird von einem im Inselnorden bekannten Lucha-Canaria-Ringer und dessen Bruder betrieben; und der noch pubertierende Sohn des Bürgermeisters von Haría mischt auch mit.
Einheimische haben auf ihre Art und Weise ihrem Unmut Luft gemacht, und an der neuen REN-Rettungsstation in Arrieta, auf der “Soccoristas” (Rettungskräfte) in großen Lettern stand, den Buchstaben ‘t’ entfernt, wodurch das Wort in etwa mit “Rettungswitze” frei übersetzt werden könnte.
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21.07.2009 Gewerkschaften: Lage auf dem Arbeitsmarkt spitzt sich zu
Die Zahl der geschlossenen Arbeitsverträge ist in dieser Sommersaison nicht gestiegen, wie ansonsten in dieser Jahreszeit üblich. Deshalb erwarten die Gewerkschaften für den Monat September eine weitere Erhöhung der Arbeitslosenzahl.
Beunruhigend sei auch die Tatsache, dass die Zahl der Unternehmen, die ihren Mitarbeitern den Lohn schuldig geblieben sind, gestiegen ist, so die Gewerkschafter.
Erschwerend komme noch hinzu, dass in Boom-Zeiten zahlreiche junge Leute keine Ausbildung absolviert haben, weil sie trotz fehlender Qualifikationen als Kellner, Köche oder Maurer arbeiten und relativ viel Geld verdienen konnten. Gerade diese Personen seien auf dem Arbeitsmarkt besonders schwer vermittelbar.
Quelle
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21.07.2009 Lanzarote: Archäologische Funde aus dem 10. Jahrhundert v. Chr.
Im Rahmen wissenschaftlicher Studien unter der Leitung des Archäologen Pablo Atoche sind Ansiedlungsreste, die auf Lanzarote gefunden wurden, auf das 10. Jahrhundert v. Chr. datiert worden. Das Team aus Biologen, Archäologen, Historikern und Bodenkundlern der Universitäten von Las Palmas/Gran Canaria und La Laguna/Teneriffa sowie vom Botanischen Garten La Orotava/Teneriffa untersucht seit 2005 Spuren früherer menschlicher Ansiedlungen an verschiedenen Orten auf Lanzarote. Organisches Material wurde anhand der C14- bzw. Radiokarbonmethode in einem Labor in Florida untersucht.
Die bisherigen Auswertungen haben ergeben, dass die ältesten Ansiedlungen aus dem 10. Jahrhundert v. Chr. stammen. Fundstücke geben dabei Hinweise auf Siedler aus dem Mittelmeerraum, denn Keramikscherben von Amphoren und anderen Behältnissen, Metall-Objekte aus Kupfer, Eisen und Bronze sowie Glasperlen können der phönizisch-punischen Kultur sowie auch der späteren römischen Kultur zugeordnet werden.
Untersuchungen an Sedimenten und alten Pollen haben zudem ergeben, dass Lanzarote vor dreitausend Jahren eine viel üppigere Vegetation und eine wesentlich höhere Artenvielfalt von Pflanzen vorzuweisen hatte als heutzutage. U.a. war die Kanarische Kiefer auch auf Lanzarote beheimatet.
Es bleibt spannend, welche weiteren Informationen und Ergebnisse die noch nicht abgeschlossenen Studien liefern werden.
Quelle, auf der auch einige Fotos zu sehen sind
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24.6.2009 Costa Teguise: Skulptur “La hoguera de San Juan” eingeweiht
Auf der Infotafel neben der in der vergangenen Nacht eingeweihten Skulptur von Costa Teguise steht geschrieben, was es auf sich hat mit dem Kunstwerk. Den Text der Infotafel haben wir kopiert hier eingestellt:
Die mächtigen Baumstämme dieser Skulptur stammen vom von Rost zerfressenen Schiffswrack, das nur vier km von hier entfernt zwischen Costa Teguise und Arrecife auf Höhe des Dörfchens Las Caletas majestätisch aus dem Wasser ragt. Ihre farbliche Gestaltung übernahm der vielseitige spanische Stadtplaner José Maria Pérez Sánchez, der dieser Skulptur den Namen "La hoguera de San Juan" (Sonnenwendfeuer in der Nacht vor dem Johannistag) gab. Dieses Handelsschiff wurde von der Werft CALEDON in Dundee (Schottland) gefertigt und am 24.9.1953 als "Temple Hall" vom Stapel gelassen.
Später wurde es mehrfach umbenannt: 1969 erhielt es den Namen "Pantelis" und 1977 wurde es schließlich - in Anlehnung an den ersten Mann in der Gefolgschaft Herkules', der die Mauern Trojas erstieg - auf den Namen "Telamon" getauft. Am 31.10.1981, als das Schiff mit einer Ladung Baumstämme von San Pedro (Elfenbeinküste) zur griechischen Stadt Thessaloniki unterwegs war, trat vor der Küste Lanzarotes Wasser in den Rumpf des Schiffes ein. Um zu verhindern, dass es im Hafen Arrecifes strandete, wurde es von einem Thunfischfänger der Insel bis zu seinem jetzigen Standort gezogen, wo es bis heute die Legenden nährt, die sich um versunkene Schiffe ranken. Dort, wo es heute noch, leicht zur Seite geneigt, im Wasser liegt, mit dem Bug unter Wasser und einem gut erhaltenen Maschinenraum, endete seine Reise. Viele Jahre nachdem es gestrandet war, bekundete ein Unternehmen Interesse dran, das griechische Handelsschiff zu bergen, doch in Anbetracht der hohen Kosten wurde beschlossen, das Schiff an Ort und Stelle zu belassen.
Die Ladung Baumstämme der "Telamon" wurde an Land gebracht, wo sie beinahe 30 Jahre lang die Unbilden des Wetters überdauerte und nur knapp der Zerstörung durch Feuer entging.
Als Material für diese Skulptur wurden Baumstämme gewählt, weil für ihren Schöpfer in den Wunden und Brandmalen der Rinde eine Schönheit lag, die jedem lebendigen Wesen zu eigen ist und die durch das Verstreichen der Zeit und die Widrigkeiten des Lebens nur noch stärker heranreift.
Die in diesem Kreisverkehr aufgestellte Skulptur “La hoguera de San Juan" wurde in der Nacht vom 23. auf den 24. Juni 2009 eingeweiht. In dieser Nacht feiert man auf Lanzarote, wie an vielen anderen Orten der Welt auch, traditionell den Sommerbeginn mit Johannisfeuern und reinigenden Ritualen.
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09.06.2009 Die Fundación Cesar Manrique erhält hohe Auszeichnung
Am 17. Juni 2009 wird König Juan Carlos Repräsentanten der Fundación Cesar Manrique die Medaille der „Real Fundación de Toledo“ überreichen, eine der höchsten Auszeichnungen in Spanien. Jährlich gibt es zwei Medaillenempfänger.
Durch diesen Akt wird das große Engagement der Cesar Manrique Stiftung bei der Erhaltung des historischen, kulturellen und künstlerischen Erbes geehrt.
Die Auszeichnung werden der Vorsitzende der Cesar-Manrique-Stiftung, José Juan Ramírez sowie der Kurator der Stiftung, Fernando Gómez Aguilera, entgegen nehmen.
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09.06.2009 Außenministertreffen auf Lanzarote am 11. und 12. Juni
Im Rahmen der Initiative ‚Atlantique Sud’ treffen sich am 11. und 12. Juni auf Lanzarote die Außenminister von Angola, Argentinien, Brasilien, Kap Verde, Kamerun, Elfenbeinküste, Spanien, Frankreich, Marokko, Nigeria, Portugal, Senegal, Südafrika, Uruguay und Venezuela.
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22.5.2009 Tenezar: Bewohner demonstrieren gegen Küstenbehörde ‘Costas’
Am vergangenen Mittwoch wurde bekannt gegeben, dass die Küstenbehörde Costas das Verfahren in die Wege geleitet hat, in Tenezar jene Bereiche der Schutzzone, auf denen Privathäuser stehen, wieder allgemein zugänglich zu machen.
Im Klartext heißt das, dass alle Häuser von Tenezar, die in der Schutzzone stehen (s. Skizze unten), abgerissen werden müssen, sofern nicht innerhalb der im öffentlichen Anzeiger BOC genannten 8tägigen Frist juristisch durchschlagende Einwände erfolgen.
Heute fand in Tenezar eine Demonstration gegen das Vorgehen der Küstenbehörde und den drohenden Abriss der Häuser statt. Auf einem der großen Spruchbänder stand: “Die Bewohner von Tenezar verstehen nicht, warum Costas die Tradition zerstören möchte“.
Die Häuser von Tenezar sind mehr als 40 Jahre alt und werden nur noch an Wochenenden und in den Ferien bewohnt. Die Bewohner schätzen als Ausgleich zum hektischen Alltag das einfache Leben mit engen nachbarschaftlichen und familiären Kontakten und ohne öffentliche Strom- und Wasserversorgung. Das Fehlen dieser Infrastruktur ist allerdings für Costas ein Indiz dafür, dass es sich bei Tenezar nicht um ein urbanes Gebiet handelt. In städtischen/urbanen Gebieten ist die Schutzzone lediglich 20 m, außerhalb dieser Gebiete 100 m breit.
Die Chancen stehen schlecht, dass Costas die Schutzzone und damit die Zahl der von einer Enteignung betroffenen Hausbesitzer verringert, oder dass es Hausbesitzern gelingt Nachweise zu erbringen, dass ihre Häuser legal gebaut wurden. Ob die rund 25 betroffenen Häuser tatsächlich, wie angekündigt, abgerissen werden müssen oder ob deren Besitzer wenigstens ein Nutzungsrecht von 30 bis 60 Jahren erhalten werden, wird sich bald zeigen.
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Fotoquelle
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Fotoquelle 2
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>>> Reportage über den Ort Tenezar in der Inselzeitschrift Lanzarote 37°
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18.5.2009 Caleta de Famara: Küstenbehörde ‘Costas’ markiert Schutzzone
José Cárdenas, kanarischer Regionalchef der spanischen Küstenbehörde Costas, ist am 11. Mai in Begleitung einiger Behördenmitarbeiter von Las Palmas nach Caleta de Famara gereist. Im Gepäck befand sich grüne Farbe, um die Grenze der Küstenschutzzone “zona de servidumbre de protección“ zu markieren.
Gebäude, die innerhalb dieser Schutzzone stehen und keinen Bestandsschutz genießen, werden im schlimmsten Fall abgerissen, im besten Fall erhalten die Eigentümer ein Nießbrauchsrecht mit einer Dauer von 60 Jahren.
Bei Caleta de Famara wurde die Küstenschutzzone in jenen Gebieten, die an das Meeresufer anschließen und nicht als Bauland ausgewiesen sind, nun auf 100 m Breite festgelegt. Innerhalb der frisch markierten Zone befinden sich ganze Häuserzeilen, denn auch in Caleta de Famara wurde in kanarischer Manier nach Platzbedarf, aber nicht in jedem Fall im Einklang mit den Flächennutzungsplänen und den gesetzlichen Vorgaben gebaut. Das Bürgermeisteramt hat die Bebauung auf sich beruhen lassen.
In anderen Küstenregionen wie Playa Blanca wurde dagegen richtig geklotzt, und es sind zahlreiche Hotel- und Apartmentkomplexe sowie große Urbanisationen sowohl in unmittelbarer Strand- und Meernähe als auch auf landwirtschaftlichen Nutzflächen sowie auf landschaftlichem Schutzgebiet aus dem Boden gestampft worden. Ebenfalls im Gegensatz zu Caleta de Famara wurden hier von Seiten der Bürgermeisterämter sowie anderer Behörden Korrekturen der Flächennutzungspläne zugunsten der Betonwüsten durchgeführt, illegale Baulizenzen erteilt oder andere Mauscheleien betrieben, wodurch komplizierte Rechtslagen entstanden sind.
Offensichtlich wirkt dies wie ein Schutzschild, denn Costas macht einen Bogen um die großen, illegalen Bausünden in bester Strandlage und konzentriert sich bei der späten Umsetzung des seit 1988 geltenden Küstengesetzes auf kleine Ortschaften und Häuseransammlungen wie u.a. Caleta de Famara, El Golfo, Órzola und Tenezar. Deren Eigentümer haben juristisch nichts in der Hand, was Costas beim Abstecken und Markieren einer besonders breiten Schutzzone ausbremsen könnte.
Der Costas-Vertreter teilte den aufgebrachten Bewohnern von Caleta de Famara mit, dass sie 14 Tage Zeit haben, um Einspruch zu erheben gegen den Verlauf der Schutzzonengrenze. Eine Reaktion der Behörde werde allerdings erst in rund 2 Jahren erfolgen.
Laut Auskunft des Anwalts José Ortega, der u.a. Betroffene in El Golfo vertritt, stehen die Chancen in Caleta de Famara recht gut, dass den Hauseigentümern ein Nießbrauchsrecht mit einer Dauer von 30 Jahren eingeräumt wird, welches möglicherweise um weitere 30 Jahre verlängert werden könnte. Komplizierter seien einige Fälle in El Golfo, teilte er mit.
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Küstengesetz Ley de Costas: Link 1 zu Informationen zu den Küstenschutzzonen sowie Link 2 zu einer Studie zum Küstengesetz
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24.04.2009 Kanarisches Parlament: Gesetz zur Durchführung dringender Maßnahmen verabschiedet
Mit 30 Stimmen der Koalition aus CC Coalición Canaria sowie PP Partido Popular und gegen 25 Stimmen der PSOE wurde gestern ein sehr umstrittenes “Notgesetz zur Durchführung dringender Maßnahmen” (medidas urgentes) verabschiedet.
Was sich nach der Festlegung eines Maßnahmenkatalogs gegen die aktuelle Krise anhört, entpuppt sich in der Realität als Wegbereitung für weitere Bauaktivitäten sowie für eine nachträgliche Legalisierung der zahlreichen illegalen Bauprojekte, denn das neue Gesetz führt zu Gesetzeslockerungen und einer Deregulierung im Tourismus- und Bausektor. Ein Sieg der Beton- und Gästebettenfraktion über die Naturschützer und Verfechter des sanften Tourismus.
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22.04.2009 Spanische Küstenschutzpolitik in der deutschen Presse
Ein interessanter Artikel zum Thema Küstenschutzpolitik ist heute in der TAZ erschienen. Ergänzend sei erwähnt, dass das illegale Hotel Papagayo Arena nach jüngsten Informationen der Küstenschutzbehörde plötzlich außerhalb der Küstenschutzzone liegen soll und die Angelegenheit deshalb nicht in den Zuständigkeitsbereich von Costas fällt . Unter der damaligen spanischen Umweltministerin Christina Narbona Ruiz wurde Gegenteiliges veröffentlicht.
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16.04.2009 Häusern von Tenezar droht baldiger Abriss
Tenezar ist eine kleine, urige Häuseransammlung an der Westküste von Lanzarote. Seit einigen Jahren erhalten die Besitzer der Häuser regelmäßig Post von der Küstenbehörde ‘Costas’ mit dem Hinweis, dass die Häuser auf öffentlichem Grund und in der Küstenschutzzone liegen würden.
Seit einigen Tagen gibt es erneut Post von Costas, deren Inhalt die Besitzer in Angst und Schrecken versetzt, denn es wird eine Frist von nur 10 Tagen eingeräumt innerhalb derer nachzuweisen ist, dass es sich bei den Hausgrundstücken nicht um öffentlichen, sondern um privaten Grund und Boden handelt. Wird dieser Nachweis nicht erbracht, erfolgt der Abriss.
Der Bürgermeister von Tinajo, Jesús Machín, hat angekündigt, umgehend Einspruch zu erheben gegen das von Costas ausgesprochene Wegerecht, das sich nach Meinung des Stadtrats auf eine zu große Fläche bezieht.
Die Kanarische Regierung plant zur Zeit ein Regionalgesetz, um den Abriss ‘ethnographisch wertvoller’ Küstenorte zu verhindern (mehr dazu in einem Wochenblatt-Artikel
Die Zeit wird knapp, denn auf den Kanaren sind bereits die ersten urigen Siedlungen im Auftrag von Costas abgerissen worden.
Die Eigentümer der zahlreichen, direkt an der Küste aus dem Boden gestampften Hotels und Apartmentanlagen haben derartige Costas-Schreiben noch nicht erhalten.
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13.04.2009 Kanaren: Kommunale, regionale und überregionale Schulden
Kürzlich sind die Zahlen zur öffentlichen Verschuldung im Jahr 2008 veröffentlicht worden.
Zunächst die gute Nachricht: Die Pro-Kopf-Verschuldung der Gemeinde Haría im Norden von Lanzarote ist auf 36 € pro Einwohner gesunken und war die niedrigste im gesamtkanarischen Gemeinden-Vergleich.
Nun die schlechten Nachrichten:
Zunächst die Zahlen der weiteren Gemeinden von Lanzarote: Yaiza: 1.015 € Tías: 914 € Teguise: 880 € Tinajo: 804 € San Bartolomé: 723 € Arrecife: 390 €.
Yaiza ist die am vierthöchsten verschuldete Gemeinde der Kanaren. Die beiden am höchsten verschuldeten Gemeinden befinden sich auf unserer Nachbarinsel Fuerteventura: Betancuria mit 3.282 € pro Einwohner und Pájara mit 1.567 € . Auf Platz 3 steht die Gemeinde Buenavista del Norte (Teneriffa) mit 1.016 € , und liegt damit nur einen Euro pro Kopf über Yaiza.
Neben den Schulden der Gemeinden lasten u.a. auch die Schulden der Inselregierungen auf den Einwohnern; insbesondere auf den Inseln mit geringer Einwohnerzahl:
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Insel
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Schulden der Inselregierungen
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Einwohner
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Schulden pro Kopf
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El Hierro
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11.844.000
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10.800
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1.097 €
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La Gomera
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20.789.000
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22.600
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920 €
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La Palma
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43.992.000
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86.500
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509 €
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Lanzarote
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47.416.000
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139.500
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340 €
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Fuerteventura
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32.281.000
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100.900
|
320 €
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Teneriffa
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71.575.000
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886.000
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81 €
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Gran Canaria
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17.184.000
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829.600
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21 €
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SUMME
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245.081.000
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2.075.900
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Die gesamten öffentlichen Schulden der Kanaren betrugen im Jahr 2008 rund 1,883 Milliarden €, also rund 907 € pro Einwohner. Das sind 20,5 % mehr als 2007. Im Landesdurchschnitt Spaniens stiegen die Schulden im selben Zeitraum um 14%.
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25.03.2009 Lanzarote: Historisches Inselportal geht online
Die Inselregierung hat eine neue Website vorgestellt zum Thema Lanzarote im 20. Jahrhundert
www.lanzarotesigloxx.com
In diversen Rubriken kann ab nun nach alten Fotos, Informationen und Statistiken gestöbert werden. Die Website soll laufend erweitert und gepflegt werden.
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02.03.2009 Jüngster Almodóvar-Film: Premiere auf Lanzarote
Heute informierte die lanzarotenische Tourismusbeauftragte María José Docal in einer Radiosendung, dass die Premiere des jüngsten Films von Pedro Almodóvar, “Los Abrazos rotos”, Ende März im Auditorium der Jameos del Agua stattfinden soll. Das genaue Datum stehe allerdings noch nicht fest.
Der Film wurde im vergangenen Jahr zum größten Teil an Schauplätzen in Madrid und auf Lanzarote gedreht.
Der Tourismussektor setzt auf eine große, positive Werbewirkung des Films für Lanzarote.
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01.03.2009 Einwohner von Lanzarote nach Nationalitäten
Ende 2008 waren auf Lanzarote 139.506 Einwohner registriert. Die Einwohner der 15 am stärksten vertretenen Nationalitäten kamen aus:
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Spanien
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100.635
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Großbritannien
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6.853
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Kolumbien
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5.646
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Deutschland
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3.967
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Marokko
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3.828
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Italien
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1.861
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Ecuador
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1.651
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Rumänien
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1.013
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China
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1.000
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Argentinien
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957
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Dominik. Republ.
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809
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Kuba
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807
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Portugal
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745
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Indien
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710
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Uruguay
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680
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Detaillierte Übersicht nach Nationalitäten und Gemeinden (Quelle: ISTAC)
In der Statistik nimmt die irische Gemeinde offensichtlich Platz unter dem großen, britannischen Hut..
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