Kunststoffmüll in den Meeren: „Micro 2016“ tagt Ende Mai auf Lanzarote

Die „Micro 2016“, eine internationale Konferenz zur Problematik von Mikro-Partikeln aus Kunststoffen in den Weltmeeren, findet vom 25. – 27. Mai 2016 auf Lanzarote statt. Internationale Wissenschaftler werden sich über den Stand der Forschung auf diesem Gebiet austauschen. An der Ausgestaltung der Konferenz wirken 25 Universitäten sowie Mitarbeiter von UNESCO, der EU-Kommission und der Spanischen Agentur für Internationale Zusammenarbeit und Entwicklung (AECID) mit.

Jährlich werden weltweit mehr als 300 Millionen Tonnen Kunststoff hergestellt, aber nur ein Bruchteil des entsorgten Materials aus Polyacryl, Polyamid, Polyester, Polyethylen, Polypropylen & Co. wird recylced. Auch die Meere werden kontinuierlich mit Kunststoffen zugemüllt, die einerseits direkt im Meer entsorgt werden oder durch Wind und Regen dort landen, oder indirekt z.B. durch kontaminierte Abwässer dorthin gelangen.

Mittlerweile sollen mehr als 250.000 Tonnen Kunststoffe in den Meeren wabern, die im relativ aggressiven Salzwasser und von Wind und Wellen in Verbindung mit dem ultravioletten Licht der Sonne in immer kleinere Partikel zerteilt werden, von denen manche selbst unter einem Mikroskop kaum mehr sichtbar sind. Sind die Partikel kleiner als 5 mm, werden sie „Mikro-Partikel“ genannt.

Je kleiner die Partikel, umso leichter werden sie mit Plankton verwechselt und gelangen in die Nahrungskette selbst sehr kleiner Meeresbewohner. Oder sie setzen sich im Laufe der Zeit als Sedimente ab. Das Ökosystem Meer gerät so immer stärker aus seinem Gleichgewicht – mit dramatischen Folgen auch für den Menschen.

Die „Micro 2014“ – die erste internationale Konferenz zu diesem Thema – fand 2014 in der Bretagne in Plouzané statt, die „Micro 2015“ in Slowien in Piran.

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