Lanzarote-Tourismus: All-Inclusive dominiert

Lanzarote meldete im Jahr 2014 mit 2,4 Millionen Inselgästen einen neuen Besucherrekord, und die diesjährige Entwicklung weist auf noch mehr Besucher für 2015 hin.

Auch für die Option „All Inclusive“ werden Rekordwerte gemeldet: Im 3. Quartal 2015 haben 41,3% der Besucher die Insel im Rahmen eines Rundum-sorglos-Pakets gebucht.

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Straßenbau auf Lanzarote: Das Biosphärenreservat hat keine Lobby

Insel ohne alternative Verkehrskonzepte

Das Biosphärenreservat Lanzarote erlebt seit einigen Jahren und trotz der längst geplatzten Immobilienblase einen enormen Boom im Straßenbau.

Die zahlreichen, überdimensionierten Projekte der vergangenen Jahre erwecken den Eindruck, dass hier weder über alternative Verkehrskonzepte nachgedacht wird noch eine Reduzierung des viel zu hohen Verkehrsaufkommens herbei geführt werden soll. Weiterlesen

Fluggäste saßen fest

184 Passagiere eines vom polnischen Reiseveranstalter Itaka gecharterten Fluges saßen gestern auf der Insel fest, weil die Besatzung die maximal erlaubte Arbeitszeit erreicht hatte, und der geplante Flug deshalb nicht stattfinden konnte. Alle Gäste mussten eine zusätzliche Nacht auf Lanzarote verbringen. Weiterlesen

Wüstenbussard mitten in Arrecife

Gesten wurde ein Wüstenbussard mitten in Arrecife eingefangen.

Dieser außergewöhnliche Inselgast wurde bereits am Vortag im Stadtteil El Cable gesichtet. Das eingeschaltete Amt für Tier- und Umweltschutz leitete sofort die Suche nach dem „Parabuteo unicinctus“ ein. Schließlich entdeckten Taxifahrer von Arrecife den Greifvogel auf einem Baum im „Parque Temático“. Lederbänder an den Füßen des Vogels wiesen darauf hin, dass der Vogel einen Halter hat und auf Menschen geprägt wurde. Weiterlesen

Promis in Famara

José Luis Rodríguez Zapatero, von 2004 bis 2011 Ministerpräsident von Spanien, ist seit dem 2. August mit seiner Frau und seinen beiden Töchtern auf Lanzarote-Urlaub. Es ist sein 6. Inselurlaub hier. Drei Wochen soll der Lanzarote-Aufenthalt diesmal dauern. Weiterlesen

Lanzarote-Werbung: Sonnenbrillen in Berlin & Düsseldorf verschenkt

Das lanzarotenische Amt für Tourimus hat zwischen dem 13. und 26. Juli d.J. gemeinsam mit der Fluggesellschaft AirBerlin eine Werbeaktion in einigen Stadtteilen von Düsseldorf und Berlin durchgeführt und mehr als 10.000 rote Sonnenbrillen mit den Logos der Insel und der Fluggesellschaft verteilt. Weiterlesen

Regulierung der Privatvermietung: Verabschiedete Verordnung bringt viele Vermieter in Tourismusgebieten in die Bredouille

Seit Jahrzehnten werden auf den Kanaren Ferienwohungen und -häuser „privat“ vermietet; und seit Bestehen des kanarischen Tourismusgesetzes sind die Hürden zur Erlangung einer Vermietlizenz extrem hoch, so dass auf Lanzarote nur ein Bruchteil der mehreren Tausend Angebote über eine Lizenz verfügt – wir berichten darüber regelmäßig. Gesetz und Realität klaffen auf den Kanaren in vielerlei Hinsicht deutlich auseinander – so auch in diesem Wirtschaftszweig. Weiterlesen

Gemeindewahlen am 24.5.2015 – welche Parteien gibt’s denn diesmal auf Lanzarote?

In Spanien ist 2015 Mega-Wahljahr. Im Spätherbst/Winter ist Parlamentswahl, und auf den Kanaren werden im Mai nicht nur das Regionalparlament gewählt sowie Gemeindewahlen durchgeführt, sondern auf den sieben Inseln Lanzarote, Fuerteventura, Gran Canaria, Teneriffa, La Palma, La Gomera sowie El Hierro wird zudem zur Wahl der jeweiligen Inselregierung an die Urnen gebeten.

Wir EU-Bürger dürfen an den kommenden Gemeindewahlen am 24.5.2015 teilnehmen; es wird also höchste Zeit, die Parteien unter die Lupe zu nehmen. Weiterlesen

Krankenversicherung: Nichterwerbstätige haben Zugangsmöglichkeit zum staatlichen spanischen Gesundheitssystem

Im Rahmen des „Convenio especial para la prestación de asistencia sanitaria“ gibt es seit kurzem für nichterwerbstätige Ausländer die Möglichkeit einer freiwilligen Krankenversicherung im spanischen staatlichen Gesundheitssystem.

Die Voraussetzungen hierfür sind:

Ölteppich vor Gran Canaria nach Untergang des russischen Fabriktrawlers Oleg Naydenov

Im Maschinenraum des Schiffs, das im Hafen von Las Palmas / Gran Canaria lag, brach am vergangenen Samstag Feuer aus. Eine dichte und übel riechende Rauchwolke überzog Las Palmas, weshalb beschlossen wurde, das Schiff fortzuschleppen, anstatt den Brand zu löschen und das Öl auszupumpen. Wer genau für diese Entscheidung verantwortlich war, ist noch nicht bekannt; Experten sollen Zeitungsberichten zufolge nicht gefragt worden sein. Weiterlesen

Quacksalber injizierte Silikon: Abschließendes Urteil nach 14 Jahren

Die „Audiencia Provincial“ – höchste Gerichtsinstanz auf Provinzebene – hat diesen Monat im „Silikonfall“ ein abschließendes Urteil gefällt. 14 Jahre mussten die Opfer darauf warten und bekamen schließlich zu hören, dass die Täter ziemlich ungeschoren davon kommen.

Der Silikonfall: Weiterlesen

Erster Erfolg für ASCAV: Grünes Licht für die Legalisierung der Privatvermietung

Das kanarische Parlament hat gestern den Antrag einstimmig angenommen, Privatvermietung zuzulassen und zu regulieren. Selten waren sich alle Parteien so einig.

Zahlreiche ASCAV-Mitglieder hatten gegen den kürzlich vorgelegten Neuentwurf des Tourismusgesetzes, der nur wenige Änderungen gegenüber dem bestehenden Gesetz und also noch zahlreiche Ausschlusskriterien beinhaltete, Widerspruch eingelegt. Weiterlesen

Hauptverfahren im Caso Unión 2.0: Mauscheleien um Theatereröffnung

Ein weiteres Teilverfahren im „Caso Unión“ hat begonnen. Auf der Anklagebank sitzen

  • Enrique Pérez Parrilla, Ex-Inselpräsident sowie Ex-Bürgermeister von Arrecife (im ersten Teilverfahren war er Zeuge), PSOE;
  • Ubaldo Becerra, ehemaliger Stadtrat von Arrecife, PIL;
  • Rubén Placeres, ehemaliger Inselrat für Kultur, PSOE.

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Arrecife: 39 Tonnen illegal entsorgter Müll gesammelt

In einer Sonderaktion wurden in Arrecife im Februar 39 Tonnen Müll, der illegal an Wegrändern, öffentlichen Plätzen und auf Brachland entsorgt wurde, gesammelt. Dafür wurden elf Arbeiter im Rahmen eines Beschäftigungsförderungsprogramm eingestellt.

Im Fokus der Saubermacher standen die Stadtteile Valterra, La Vega und Argana von Arrecife. Weiterlesen

ASCAV – Mitglied werden

Die Vereinigung verfolgt das Ziel, dass die bestehenden gesetzlichen Hürden auf allen Kanaren abgebaut werden zugunsten einer praktikablen Regelung für Privat- und Kleinvermieter. Also für die Vermietung von einzelnen Zimmern, Hausteilen, Ferienhäusern und -wohnungen, Pensionen u.ä..

Damit Privatvermietung so, wie sie auf allen Kanaren bereits seit mehreren Jahrzehnten gängige Praxis ist, endlich praktiziert werden darf.

Wer Mitglied werden möchte, klickt bitte auf die folgende Grafik:

ASCAVBei Fragen zum Interessenverband können Sie sich gerne auch an uns wenden über den Kontakt-Button in der Menüleiste.

Yaiza: Altbekannte Lokalpolitiker gründen neue Partei

„Unidos por Yaiza“ heißt die jüngste Neuererscheinung in der lokalen Parteienlandschaft. Gladys Acuña, José Antonio Rodríguez und Roque Herrera haben diese Partei gegründet. Alle drei haben derzeit Führungspositionen im Rathaus von Yaiza inne. Dort scheinen sie sich politisch sehr nah gekommen zu sein, denn sie gehörten bis dato unterschiedlichen Parteien an: Gladys Acuña machte bisher bei der PIL Karriere, José Antonio Rodríguez zog bei den letzten Wahlen für Nueva Canarias in den Wahlkampf und Roque Herrera für die PP. Weiterlesen

Kanaren: Schulabbrecherquote in 2014 auf Rekordtief

Heute steht in der Presse die Meldung, dass es auf den Kanaren noch nie so wenig Schulabbrecher gab wie in 2014. Ziemlich ernüchternd liest sich allerdings die Abbrecherquote: Das Rekordtief liegt bei 23,8% und ist noch weit entfernt von der EU-2020-Zielvorgabe von 10%.

2011 haben auf den Kanaren 31,5% der Schüler die Schule ohne Abschluss verlassen, 2012 waren es 28,3% und 2013 27,5%.

Diese Werte beziehen sich auf die öffentlichen Schulen. Auf den Kanaren gehen etwa 20% der Schüler auf eine Privatschule (spanienweit sind es knapp 30%).

Fotoausstellung in Arrecife: Berlin aus der Sicht von Nino Díaz

Am 18. Dezember um 20:00 Uhr wird die Fotoausstellung „Kaugummiautomat. Berlín, Otras perspectivas,“ in der Casa de los Arroyo in Arrecife eröffnet. Die Fotos hat der 1963 in Tías geborene und zur Zeit in Berlin lebende Musiker, Komponist und Künstler Nino Díaz aufgenommen. Die Ausstellung endet am 27.2.2015.

Ort: Casa de los Arroyo,
Avenida Coll 3 (neben dem Hotel Miramar an der Küstenstraße von Arrecife)
Öffnungszeiten der Ausstellung: Mo – Fr. von 8:00 – 15:00 Uhr.

Erstes Urteil im „Caso Unión“: Yaizas Ex-Bürgermeister Reyes kommt ziemlich ungeschoren davon

Der Hauptprozess im „Caso Unión“ hat neulich begonnen. Genauer gesagt sind nun in den diversen Teilprozessen Urteile zu erwarten, denn das bisher größte Inseldrama – oder ist es eine Komödie? – in Sachen Korruption, Vetternwirtschaft und Amtsmissbrauch ist juristisch in zahlreiche Akte zerlegt worden, um irgendwie Übersicht zu behalten angesichts der vielen zum Teil sehr skurrilen und miteinander verwobenen Handlungen zahlreicher Akteure.

Das erste Urteil ist heute gesprochen worden: José Francisco Reyes, von 1994 – 2008 Dauerbürgermeister von Yaiza, wurde zu sechs Monaten Haft verurteilt (in Spanien werden Haftstrafen von weniger als zwei Jahren i.d.R. auf Bewährung ausgesetzt), und zwölf Jahre lang darf er keine öffentlichen Ämter ausüben; was er vermutlich eh nicht mehr vorhatte. Weiterlesen

Gemeinde Yaiza: Privat genutzte, öffentliche Flächen im Visier der Bürgermeisterin

Allein im Gebiet Costa Papagayo & Montaña Roja in Playa Blanca soll es etwa 130.000 m² öffentliche Flächen geben, die überwiegend von Hotels gewerblich und vollkommen gratis genutzt werden. Damit soll bald Schluss sein, kündigte die Bürgermeisterin von Yaiza, Gladis Acuña an, auf deren Schreibtisch seit Juli letzten Jahres ein ausführliches Rechtsgutachten zu diesem Thema liegt.

Vorgesehen ist nun, dass Nutzer öffentlicher Flächen einen finanziellen Ausgleich zu leisten haben, und die Nutzung erst nach erfolgten Ausschreibungen möglich ist. In jenen Fällen, in denen Gebäude und Anlagen auf öffentlichem Grund stehen und auch durch den brandneuen Bebauungsplan nicht abgedeckt sind, soll ein Rückbau erfolgen; bei Gebäuden also ein Abriss, so die Bürgermeisterin. Weiterlesen

Pflicht zum Führerscheinumtausch – aktualisierte Infos auch zum Umtauschprozedere

Durch eine EU-Richtline von 2013, die nach zweijähriger Übergangsfrist am 19. Januar 2015 in Kraft tritt, gelten für EU-Residenten die nationalen Führerscheinbestimmungen des Landes, in dem sie Wohnsitz und Lebensmittelpunkt haben. Für uns „Resis“ also die spanischen. Besitzer spanischer Führerscheine müssen ihr „carné“ seit jeher regelmäßig erneuern – und diese Pflicht gilt nun auch für uns Residenten. Früher oder später kommen wir um einen Umtausch in einen spanischen Führerschein nicht herum, denn es gilt nun auch, dass EU-Bürger neue Führerscheine nur noch von jenem EU-Land ausgestellt bekommen, in dem sie residieren.

Umtauschpflicht und -zeitpunkt nicht registrierter Führerscheine:

Abhängig ist der Umtauschzeitpunkt davon, ob wir mit rosa oder grauem „Lappen“, mit älterem Scheckkartenführerschein ohne befristete Gültigkeitsdauer, oder mit dem neuesten, ab 19.1.2013 ausgestellten, auf 15 Jahre befristeten Scheckkartenführerschein herum gondeln. Weiterlesen

Führerscheinumtausch: In der Warteschleife von Tráfico

Vor dreieinhalb Monaten bin ich zu „Tráfico“ gegangen, um den Tausch meines deutschen Führerscheins gegen einen spanischen zu beantragen, denn Tráfico registriert keine Führerscheine, bei denen irgend eine FS-Klasse abgelaufen ist. In meinem Fall war es CE, auf die ich gut verzichten kann. Tráfico bleibt da hartnäckig, und meine schriftliche Nachfrage bei Tráfico-Madrid bleibt seit zwölf Monaten unbeantwortet.

Zum FS-Umtausch wird bei Antragstellung der deutsche FS eingezogen und eine schlechte Kopie davon ausgehändigt, an die der Durchschlag des Einzahlungsbelegs geheftet wird. Meine mit dem Antrag eingereichte Farbkopie landete indes im Papierkorb des Sachbearbeiters. Weiterlesen

Kanarische Schildläuse D.O.P.

Die Cochenilleschildlaus (Dactylopius coccus) könnte auf den Kanaren bald endgültig zu einer x-beliebigen Pflanzenlaus degradiert werden, da es sogar in Guatiza und Mala, den einstigen Epizentren der Cochenillenlauszucht der Kanaren, nur noch eine Handvoll Hobbyzüchter gibt. Immer seltener schreiten sie durch ihre arg pieksenden Opuntienreihen, um die weiblichen Läuse von den Kakteengewächsen abzukratzen. In getrocknetem Zustand werden diese Läuse zu Pulver vermahlen, das als roter Farbstoff E 120 insbesondere in der Lebensmittel- und Kosmetikindustrie zum Einsatz kommt. Weiterlesen

80% der Arbeitslosen auf den Kanaren bleiben ihrer Gemeinde treu

Anders ausgedrückt: Nur 20% der Arbeitslosen auf den Kanaren sind mobil und ziehen für einen Arbeitsplatz von ihrer Gemeinde fort. Sie bleiben also nicht nur ihrer Provinz sowie insgesamt der Autonomen Gemeinschaft, sondern auch ihrem Rathaus als Wähler erhalten. Seit Beginn der Krise sind sie ihrem Wohnort sogar noch treuer geblieben als vorher, wie gestern in der „La Provincia“ stand. Weiterlesen

Kungelei im Gerichtsgebäude

Im bisher wohl größten Korruptionsskandal der Insel, dem „Caso Unión“, wurde der Ermittlungsrichter César Romero Pamparacuatro rasch versetzt. Tüchtige und unerschrockene Richter und Staatsanwälte (m/w) haben es hier nicht wirklich leicht. Im „Caso Unión“, der seit 2009 das Gericht beschäftigt, sind zwischenzeitlich drei (oder vier?) RichterInnen gekommen und auch wieder gegangen. Seit seiner Versetzung muss Pamparacuatro von Teneriffa aus das Prozessgeschehen auf Lanzarote beobachten. Weiterlesen

Die Korruption

Im Oktober wurden die Leser der Lanzarote-Presse fast täglich auf ein Grundübel ihrer Gesellschaft gestoßen: Die Korruption.

Vorliegende Beweisunterlagen im „Caso Union“ zeichnen einen Politikstil der hier herrschenden Kaste, der einer demokratisch verfassten Bürgergesellschaft ins Gesicht schlägt. Jedoch beschränkt sich die skrupellose Bereicherung sowie die Ignoranz gesetzlicher Grundlagen nicht nur auf die kleine Kanareninsel Lanzarote. Weiterlesen

Steigende Arbeitslosenquote

Die Arbeitslosenquote hat erneut eine steigende Tendenz: Sie betrug im 3. Quartal d.J. 34,2% und lag damit über dem Kanarendurchschnitt von 33,36%. Im 1. Quartal betrug die Arbeitslosenquote auf Lanzarote noch 30%, im 2. Quartal 32%.

In absoluten Zahlen sind auf Lanzarote im 3. Quartal 25.250 Menschen arbeitslos gemeldet gewesen gegenüber 24.230 im 2. Quartal und 23.690 im 1. Quartal.
Das Jahr startete mit 24.200 Arbeitslosen.

Aktuelles Urteil: Keine behördliche Erlaubnis für Privatvermietung erforderlich

Das Verwaltungsgericht Nr. 3 von Las Palmas hat in einem Urteil vom 15. Oktober eine Resolution der Inselregierung von Lanzarote gekippt, durch die Eigentümern von touristisch vermieteten Villen die Aushändigung von Inspektionsbuch und Beschwerdeblättern verweigert wurde. Diese Unterlagen sind in Spanien Voraussetzung für die Ausübung jeder Art gewerblicher Tätigkeit.

Die Resolution wurde damit begründet, dass die behördliche Erlaubnis nicht erteilt werden konnte wegen des seinerzeit bestehenden Moratoriums, und weil sich die Villen im Gebiet „Castillo del Águila“ befinden, das laut Bebauungsplan von Playa Blanca keine touristische Nutzung vorsieht. Das Moratorium war ein temporäres Baustopp-Dekret zur Limitierung der Zahl der touristischen Betten. Weiterlesen

Meinungsfreiheit: Herausgeber von „Cuadernos del Sureste“ bekommt Recht

Felipe Fernández Camero, Ex-Sekretär von Arrecife und Rechtsanwalt, verklagte 2003 Jorge Jiménez Marsá wegen Beleidigung und Verletzung der persönlichen Ehre. Marsá war Journalist und Herausgeber der damaligen lanzarotenischen Zeitschrift „Cuadernos del Sureste“, in der ein kritischer und ausführlicher Artikel veröffentlicht wurde über einen Korruptionsskandal auf der Insel. Und in diesem Zusammenhang über Cameros Verwicklungen in ziemlich schräge Immobiliengeschäfte. Titel des Artikels: „El secretario: el quinto poder“ (Der Sekretär: Die fünfte Gewalt). Weiterlesen

Website der Fundación Helge Achenbach von der Bildfläche verschwunden

Wenn Websites, die in unserem Blog verlinkt wurden, nicht mehr erreichbar sind, erhalten wir eine Fehlermeldung per E-mail – der Technik sei Dank.

Heute kam ein entsprechender Alarm für die Website der „Fundación Helge Achenbach“. Ob das etwas mit dem „Caso Achenbach“ zu tun hat, wissen wir natürlich nicht.

Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

Hauptverfahren im „Caso Unión“ hat begonnen

Zunächst die Vorgeschichte:

Alles begann 2008 mit der „Operación Unión“:

“Operación Unión”, der Einsatz einer Sondereinheit der Guardia Civil, war die Grundlage für das bisher größte Strafverfahren auf Lanzarote. Es geht u.a. um Betrug, Korruption, Amtsmissbrauch und Urkundenfälschung.

Benannt wurde der Einsatz nach der „Bar Unión“ in Arrecife, einem beliebten Treffpunkt für Verhandlungen über geldwerte Gefälligkeiten im lukrativen Immobiliengeschäft, sowie für die Übergabe von mit Geldscheinen prall gefüllten Umschlägen. Und weil sich dort am 22.7.2008 der Unternehmer Fernando Becerra Robayna mit Carlos Espino Angulo, seinerzeit Generalsekretär der PSOE von Lanzarote, traf, um das ins Stocken geratene Projekt “Costa Roja” in Playa Blanca voran zu bringen.

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Mobiler TÜV auf La Graciosa

La Graciosa war einst eine autofreie Insel, abgesehen von Feuerwehr-, Rettungs- sowie Polizeiwagen.

Ab September 2006 wurden Sondergenehmigungen erteilt für Fahrzeuge zur Personen- und Güterbeförderung. Diese Regelung wurde sukzessive aufgeweicht. Mittlerweile ist die Fahrzeugflotte auf der kleinen Insel so groß, dass eine mobile TÜV-Station alle halbe Jahre auf der Insel ca. 100 Prüfungen durchführt.

Gedanken zum Thema Ölbohrvorhaben

Die Empörung über und der Widerstand gegen die geplanten Ölbohrvorhaben vor der Ostküste von Lanzarote und Fuerteventura sind hier sehr groß. Aber nicht etwa, weil eine grundsätzliche Energiewende angestrebt wird, um so rasch wie technologisch möglich auf Öl verzichten zu können, sondern weil um den Standort als Touristenhochburg gebangt wird. Und ein hoher Wertverlust des eigenen Apartments oder Hauses befürchtet wird. Weiterlesen

Neues altes Besucherzentrum am „Mirador de Haría“

Jahrelang stand das Gebäude am „Mirador de Haría“ leer. Viele Vorbeifahrende hielten trotzdem an und stiegen aus Neugier über die Absperrungskette und stromerten um das Gebäude herum, nicht zuletzt um den fantastischen Blick über weite Teile des Inselnordens bis zum Meer zu genießen. Cesar Manrique hat an der Gestaltung des Gebäudes mitgewirkt, las ich heute in der Zeitung.
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Presse-Unfreiheit Teil 2: Satireblog muss weitere Strafe zahlen

Diese Nachricht ist die traurige Fortsetzung unserer Meldung vom 15. Mai 2013.

Im Juni d.J. wurde der erfrischend kritische Blog „El Agitador“ zu einer weiteren Strafe verurteilt; und zwar in Höhe von 15.000,- Euro. Dabei ging es um eine weitere Fotomontage, von der sich der Herr Staatsanwalt Miguel Pallarés auf den Schlips getreten gefühlt hat.

Gestern hat die spanische Tageszeitung „El País“ ausführlich darüber berichtet.

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Um Gottes Willen: Bistum entlässt schwulen Lehrer

Jahrelang hat ein ehemaliger Pfarrer an zwei Schulen auf Lanzarote das Wahlfach Religion unterrichtet; und Jahr für Jahr erhielt er einen entsprechenden Vertrag von der Schulbehörde, schließlich waren nie Klagen zu hören über diesen Lehrer.

Der Lehrer hat allerdings die aus erzkatholischer Sicht riesengroße Doppelsünde begangen, schwul zu sein und seinen Lebenspartner vor zwei Jahren geheiratet zu haben.

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Spaniens Regierung will Verlinkungen und Web-Inhalte künftig kostenpflichtig machen

Das Gesetz, das Ende Juli mit den Stimmen der konservativen Volkspartei bereits das Parlament passierte, soll im Herbst vom Senat endgültig verabschiedet werden und 2015 in Kraft treten. Demnach sollen Verlage geschützt und „illegale“ Downloads unterbunden werden. Weiterlesen

EU-Erbrechtsverordnung tritt in rund einem Jahr in Kraft

Ist zwar noch eine Weile hin, aber die Zeit vergeht bei mir – zumindest gefühlt – viel schneller, je älter ich werde.

Am 17. August 2015 läuft die dreijährige Übergangsfrist ab; danach richtet sich das anzuwendende Erbrecht in Deutschland und Spanien (sowie in den anderen EU-Ländern mit Ausnahme von Irland, Großbritannien und Dänemark) nach der EU-Erbrechtsverordnung bzw. der EU-Verordnung Nr. 650/2012. Mit der Verordnung wird auch ein Europäisches Nachlasszeugnis eingeführt, eine Art EU-Erbschein. Weiterlesen

Kanaren: Endlich – Privatvermietung von Ferienunterkünften soll legalisiert werden!

Mit einer Petition – s. Nachricht vom 26.3.14  – forderte Doris Borrego Reyes die Legalisierung der Privatvermietung von Ferienunterkünften auf den Kanaren und brachte den Stein ins Rollen: Die Teilnahme war unerwartet groß, auch weil sie unermüdlich für die Sache eintrat, und mit anderen Aktiven u.a. Info-Veranstaltungen auf den Inseln organisierte, um möglichst viele Menschen mit ins Boot zu holen. Weiterlesen

TV-Reportage über die Korruption auf Lanzarote

Der spanische Fernsehrsender La Sexta hat am 25.4.14 eine in der zweiten Märzhälfte auf der Insel gedrehte, lange Reportage über die Korruption auf der Insel gesendet. Offensichtlich lagen den Recherchen diverse Artikel der einzigen, kritischen (Online-)Tageszeitung der Insel, La Voz de Lanzarote, sowie Artikel der großen spanischen Tageszeitung El País zu diesem Thema zugrunde (ganz aktuell: “ Das Paradies der 200 Angeklagten“ vom 7.2.14 und vom 13.2.2011 „Die Politik hat ihren Preis„). Weiterlesen

Kanaren: Bald vereinfachte Zollabwicklung

Insbesondere für uns Insulaner einer peripheren Kanaren-Insel ist es jedesmal ein Spießrutenlauf, Waren herschicken zu lassen. Sie müssen schließlich verzollt werden, denn die Kanaren gehören zollrechtlich nicht zur EU, und das Hauptzollamt befindet sich auf Gran Canaria (bzw. Teneriffa für die West-Kanaren). Zudem muss der Versender eine Export- und der Empfänger, zumindest sofern es sich um eine Firma handelt, eine Importerklärung ausfüllen („DUA de exportación / importación“), um Weiterlesen

Petition: Legalisierung der Privatvermietung von Ferienunterkünften – und Hintergrundinformationen


Doris Borrego Reyes aus Teneriffa hat eine Petition online geschaltet, um Stimmen zu sammeln für eine Legalisierung der Privatvermietung.

Ist Privatvermietung „illegal“, werden sich nun einige fragen. So gut wie ja, lautet die Antwort.

Hier einige Hintergrundinformationen zum Thema: Weiterlesen

Chinesische Einwanderung

Es gibt hier viele Chinarestaurants, und seit einigen Jahren sprießen zudem die „Chinaläden“ wie Pilze aus dem Boden. Deshalb haben wir uns gefragt, woher die vielen Chinesen kommen und wieso sie sich hier offensichtlich problemlos niederlassen dürfen, obwohl China bekanntlich kein EU-Land ist.

Beim Surfen sind wir auf Antwort gestoßen; und zwar auf einen interessanten Artikel von Dr. Minkang Zhou, der an der Uni Barcelona arbeitet. Weiterlesen

Lanzarote zur Zeit spanienweit bekannt..

Allerdings nicht etwa, weil es hier so schön ist, sondern weil Herr Pedro de Armas und noch etwa 200 weitere Personen für Aufsehen sorgen. Und leider nicht, weil sie Außergewöhnliches geleistet haben – wie etwa Cesar Manrique -, sondern weil sie viel Dreck am Stecken hat.

Zur Erinnerung: Pedro de Armas ist jener umtriebige Stadtrat und Ex-Inselpräsident, der Weiterlesen