Restaurant Mesón Tiagua

 

Tiagua: Mesón Tiagua (Nov 2008 und mittlerweile nicht mehr aktuell: Wer die Küche von David Muñoz weiterhin genießen möchte, muss nun ins Restaurante-Asador Getaria zum Golfplatz von Costa Teguise fahren - freier Zugang auch für Nicht-Golfer)

Lage: Avda. Guanarteme, 19 (= LZ 20), 35558 Tiagua
Tel: 629.82.19.67
Öffnungszeiten: mittags von 13:00 - 16:00 h, abends von 19:00 - 23:00 h
Ruhetag: Dienstag

 

 
 


David Muñoz übernahm im März 2008 das Restaurant “Mesón Tiagua“ im gleichnamigen Ort Tiagua. Der 33jährige Madrileño erlernte sein Handwerk auf der Hotelfachschule der spanischen Hauptstadt und führte danach die Küchen einiger Restaurants von Madrid und zuletzt in Playa Blanca. Mit seiner Frau leitet er nun sein eigenes, kleines Restaurant. In seiner Freizeit baut er im hauseigenen Garten Kräuter und Gemüse an, die auch im Restaurant ihre Verwendung finden.

Von der angenehm überschaubaren Karte wählten wir als Vorspeise den warmen Ziegenkäse, gebratene Morcilla dulce und Froschschenkel. Die üppig portionierte Ziegenrolle verfeinerte der Koch mit karamellisierten Zwiebeln, in denen wir eine Vanilleschote entdeckten - eine gelungene Aromenkombination. Die Blutwurst an Tomate mit Paprikagelee hätte durch stärkere Brathitze noch gewonnen - dennoch ein netter aromenreicher Einstieg. Die Froschschenkel perfekt gebraten, jedoch etwas ideenlos gewürzt – kein Muß.

Den Hauptgang hielten wir ganz maritim mit Jurel, Medregal und Chiperones. Der Jurel (Gelbflossenmakrele) wurde gedünstet auf einem Gemüsebett serviert, der Madregal (Bernsteinmakrele) im Sesammantel war kurz aber kräftig angebraten, mit wunderbar rohem Kern. Die Chiperones sehr zart in Malvasia zubereitet an einem Tintenspiegel, erhielten als gelungene Ergänzung frittierte Lauchsteifen. Alles sehr perfekt zubereitet mundete vorzüglich.

Eigentlich wollten wir auf eine Nachspeise verzichten, aber der charmanten Überzeugungskunst Davids konnten wir uns dann doch nicht entziehen - glücklicherweise. Zum Kaffee durften wir eine gebratene Weißbrotscheibe genießen, diese in Sahne verfeinert auf Karamelcreme plaziert, mit Vanilleeis bedeckt, hatte so gar nichts mit einem “Armen Ritter“ zu tun.

Mit einer Flasche Bermejo seco und Wasser zahlten wir (3 Personen) 99,- Euro. Auf den nächsten Besuch freuen wir uns schon.

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