Schadensersatzklage gegen den spanischen Staat

Die spanische Regierung hat die Einspeisevergütungen für Solarstrom gekappt. Deutsche Anleger, die in spanische Solarparks investiert haben, sehen sich getäuscht.

Im Namen von 4300 Privatanlegern lässt der Geschäftsführer des Fondsanbieters Voigt & Collegen Hermann Klughardt derzeit eine Schadensersatzklage gegen den spanischen Staat vorbereiten. Der Solarpark Badajoz in der Nähe von Córdoba, in den die Anleger investiert haben, produziert zwar auf Hochtouren Solarstrom, die Anleger, von denen jeder mindestens 10.000 Euro investiert hat, kassieren jedoch derzeit keinen Cent Gewinn. Der Grund: Die hoch verschuldete spanische Regierung hat innerhalb weniger Jahre ihre eigenen Gestze kassiert und die Einspeisevergütungen für Solarstrom seit Ende 2010 schrittweise drastisch gekürzt.

Es sei „absolut nicht hinnehmbar“, dass spanische Politiker sich über ihre eigenen Gesetze hinwegsetzten so Klughardt.
Weitere Investoren sehen das ähnlich, derzeit rollt eine Klagewelle gegen Spanien. Neben Fondsanbietern wie Voigt & Collegen und MPC Capital in Hamburg fordern auch Energiekonzerne wie Steag und RWE Schadensersatz.