Um Gottes Willen: Bistum entlässt schwulen Lehrer

Jahrelang hat ein ehemaliger Pfarrer an zwei Schulen auf Lanzarote das Wahlfach Religion unterrichtet; und Jahr für Jahr erhielt er einen entsprechenden Vertrag von der Schulbehörde, schließlich waren nie Klagen zu hören über diesen Lehrer.

Der Lehrer hat allerdings die aus erzkatholischer Sicht riesengroße Doppelsünde begangen, schwul zu sein und seinen Lebenspartner vor zwei Jahren geheiratet zu haben.

Obwohl der – zumindest aus katholischer Sicht unfehlbare – Papst Franziskus einen barmherzigen Umgang mit Homosexuellen fordert, setzt sich (auch) das erzkonservative Bistum Kanarische Inseln darüber hinweg: Es hat dem Schulamt einen ordentlichen Strich durch die Rechnung und Planung gemacht und den fürs demnächst beginnende Schuljahr geschlossenen Vertrag nicht abgesegnet.

Bei Lehrern für katholische Religion hat hier das Bistum das letzte Wort, obwohl Religionslehrer vom Staat und also aus Steuergeldern finanziert werden.

Schade, dass jetzt nicht alle schwulen, katholischen Geistlichen ihre Soutane aus Solidarität ablegen und ihren Dienst quittieren. Dann hätte die katholische Kirche noch größeren Personalmangel und müsste sich endlich von ihrer längst ausgetretenen Stelle bewegen.